“Später Spaß lieb: Von einer, die auszog, um das Heimweh zu verlernen” von Tina Wälde

Ein biografischer Roman über das Thema: “Loslassen und neue Wege gehen”

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute habe ich wieder einmal einen biografischen Roman für euch, den ich bestimmt nicht gelesen hätte, wenn Tina Wälde nicht nach Bloggern gesucht und ich das Cover vorher gesehen hätte. Denn dieses spricht mich persönlich leider nicht wirklich an, aber darum soll es hier nicht gehen.

Aufgrund der Bloggersuche, hatte ich auch nicht allzu viele Informationen über das Buch, außer den Titel “Später Spaß lieb: Von einer, die auszog, um das Heimweh zu verlernen”. Deshalb dachte ich, dass es sich hier um Kurzgeschichten handelte über das Thema “Heimweh”. Wie geht man damit um, wenn jemand Heimweh hat und wie kann man lernen, selbst mit Heimweh umzugehen? Gleichzeitig fragte ich mich: Was soll “Später Spaß lieb” bedeuten? (Das erfährt man während des Lesens.)

Angesichts meiner falschen Vorstellungen bewarb ich mich, denn ich dachte, dass es mir in meiner Arbeit als Erzieherin vielleicht helfen könnte und ich gleichzeitig besser mit dem Heimweh meiner Kinder umgehen könnte.

Nachdem ich dann dieses Buch in meinem Briefkasten hatte, schreckte mich der lange Klappentext sehr ab, sodass ich nur den ersten Teil “Wie verliert man das Heimweh und findet stattdessen den Mut, …”  las, welches meine Inhalts-Vorstellung bestätigte. Nachdem ich dann auch das Inhaltsverzeichnis entdeckt hatte, war ich mir sicher: Es geht um Kurzgeschichten zum Thema “Heimweh”.

Überrascht stellte ich nach wenigen Seiten fest, dass nichts mit meiner Vorstellung übereinstimmte und ich fragte mich: Was will mir die Autorin jetzt sagen? Auf die Idee, mir den Klappentext endlich richtig durchzulesen, kam ich zu keiner Sekunde.

Da die Autorin aber einen sehr leichten, lockeren und humorvollen Schreibstil hatte, konnte ich dennoch das Buch nicht zur Seite legen und las einfach weiter. Ich fand es sehr interessant, wie die Autorin ihren Mann kennenlernte, ihre Kinder bekam und vieles mehr, auch wenn mir der Sinn dahinter fehlte. Zusätzlich fand ich die Erklärungen in den Fußnoten zu bestimmten Wörtern sehr lustig und die Zitate unter jedem Kapitel sehr tiefgründig, weshalb ich das Buch verschlang.

Erst ab der Hälfte begriff ich, was die Autorin mir bzw. ihren Lesern mitteilen wollte. Somit ergaben plötzlich die vorherigen Kapitel einen Sinn. Ab dann konnte ich das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen, zog Parallelen zu meinem eigenen Leben und musste immer mal kurze Pausen einlegen, um das gelesene Verarbeiten zu können. Seitdem waren die Zitate am Ende jedes Kapitels für mich mehr als tiefgründig, denn sie fassten den Inhalt der Kapitel super zusammen.

Da ich mich aktuell selber auf einem Scheideweg in meinem Leben befinde, der mit Loslassen, Veränderungen, der Suche nach dem “Ich” und Abschied zu tun hat, half mir das Buch sehr dabei, meinen neuen Weg zu finden, auch wenn es nicht einfach sein wird. Aber dank des Buches verstand ich, dass es im Leben auf einem selbst ankommt und nicht, was andere von einem erwarten und das es nicht schlimm ist, Menschen loszulassen, auch wenn es schmerzt, aber es viel schlimmer ist, wenn man sich selbst verliert. 

Ich bin somit der Autorin sehr dankbar, für ihren Bloggeraufruf, der wenigen Infos zum Buch und vor allem für ihre offenen und wirklich sehr persönlichen Lebenserfahrungen, die sie in diesem Buch mit ihren Lesern teilt. 

Bevor ich euch den ausführlichen Klappentext zu diesem Buch zeige, noch zwei Sätze.

Ich kann euch dieses Buch von Herzen empfehlen, wenn ihr momentan selbst an einem Scheideweg steht, auf der Suche nach euch selbst seid oder ihr euch nicht immer nur im eigenen Kreis drehen wollt. Somit gebe ich diesem Buch volle fünf Sterne und werde es bestimmt immer mal wieder zur Hand nehmen, wenn ich wieder an einer Kreuzung in meinem Leben angekommen bin.

“Wie verliert man das Heimweh und findet stattdessen den Mut, sein Leben zu leben und seine Träume zu verwirklichen? Auf der Suche nach der Antwort nimmt uns die Autorin mit auf ihre erlebnisreiche Reise vom schwäbischen Dorf an die zypriotische Küste. Schonungslos ehrlich erzählt sie von den Abstechern, die sie auf ihrem Weg genommen hat, was und wen sie dafür loslassen musste, welche Veränderungen sie dabei durchlebte, was für erstaunliche und witzige Erlebnisse sie hatte und dass alles, was passiert, einen Sinn hat. Es geht um Heimat, Abschied, Veränderungen, Loslassen, Scheitern, Suche, Erkenntnisse, Sinn und natürlich um Liebe und Freundschaft. Dieses Buch ist für Frauen mittleren Alters, die schon viel erlebt haben, noch viel erleben möchten, offen sind für Neues und dabei auf der Suche nach Inspiration und Motivation.”

Bei diesem Titel würde es mich sehr interessieren, was ihr euch unter „Später Spaß lieb“ vorstellt. Lasst es mich in den Kommentaren gern wissen. 😊

“Löffel dein Leben” von Lea Kraft

Eine sehr persönliches Buch zum Nachdenken

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Heute gibt es von mir mal keinen klassischen Roman, sondern ein Buch aus dem Bereich “Biografische Romane”. Lea Kraft nimmt ihre Leser in ihrem Buch “Löffle dein Leben” mit in ihre eigene Welt und erzählt von ihrer persönlichen Löffelliste (auch bekannt als Bucketlist).

“Wenn du jetzt sterben würdest, in diesem Moment: Wärst du zufrieden mit deinem Leben? Könntest du sagen, du hast alles gemacht, was du dir insgeheim gewünscht hast? Hast du versucht, jeden Moment zu genießen? Warst du glücklich? Wäre es okay, die Welt zu verlassen? Als ich mir meine Lebensziele setzte, ahnte ich nicht, dass sich mein komplettes Leben verändern würde. Ich erfüllte mir nicht nur meinen Kindheitstraum, ein Buch zu veröffentlichen, sondern ich durfte auch erfahren, dass es eine Verbindung zwischen Menschen gibt, die aus mehr als Freundschaft und Liebe besteht.”

Zu Beginn muss ich sagen, dass ich irgendwie etwas anderes erwartet hatte, aber dennoch bereue ich es nicht, dieses Buch gelesen zu haben. Meine Vorstellung war, dass dieses Buch mehr eine Art psychologischer Ratgeber ist, statt Einblicke in das Leben der Autorin.

Dennoch schaffte es die Autorin, durch ihren lockeren und leichten Schreibstil, mich mit in ihre Welt oder besser in ihre Vergangenheit hineinzuziehen und nahm mich mit, wie sie einige Punkte ihrer Löffelliste abarbeitete. Bei manchen Punkten auf ihrer Liste musste ich schmunzeln und dachte mir: Das hätte ich vielleicht auch einmal machen sollen oder könnte ich auch einmal machen. Andere Punkte auf ihrer Liste und dessen Umsetzung brachten mich zum Nachdenken und wiederum bei anderen konnte ich nur zustimmend kopfnicken, da ich ähnliches erlebt hatte.

Somit hatte ich dennoch einiges mitnehmen können für mein eigenes Leben und bin daher dankbar, dass die Autorin sehr offen über ihre Löffelliste und somit ihrem Leben geschrieben hatte. Vor allem ab der Hälfte ungefähr konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn die Autorin beschrieb bildlich, wie sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin reifer wurde und was die Veränderung mit ihnen machte und wie sie ihren jetzigen Mann kennenlernte.

Dennoch blieben bis zum Schluss zwei offene Fragen: Warum war Xenia immer so traurig und blieb der Kontakt am Ende so, wie vor der Hochzeit oder hatte sich danach wieder etwas verändert?

Auch wenn ich mir etwas anderes vorgestellt hatte, gebe ich diesem Buch 4,5 Sterne, denn er hat mich nachdenklich zurückgelassen mit den Fragen: Was möchte ich? Bin ich zufrieden? Habe ich schon alles erreicht, was ich möchte?

Lest ihr gerne solche Bücher und soll ich euch noch einmal so ein Buch vorstellen?