“Das Geheimnis in deinem Herzen” von Lotte R. Wöss

Eine tiefgründige und amüsante Geschichte über zwei Traumas und dessen Folgen

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Heute darf ich euch endlich den 5. Band der Reihe “Einfach Liebe” von Lotte R. Wöss vorstellen. Ich durfte die Geschichte von Reggie und Iolanthe “Das Geheimnis in deinem Herzen” bereits vor einiger Zeit vorablesen und ich muss euch sagen: Erneut hat mir die Autorin viele tolle Lesestunden bereitet.
Bevor ich mit euch aber detailliert meine Lesermeinung teile, möchte ich euch erst einmal den Klappentext zeigen:

“Iolanthe und Reggie treffen sich in einer Bar. Er findet sie hinreißend und offenbar möchte auch sie ihn sofort vernaschen. Es ist, als hätten sich zwei Menschen zufällig und mit dem gleichen Ziel an einem Ort getroffen: Eine ungezwungene, heiße Liebesnacht. Aber der Schein trügt!

Iolanthe weiß genau, wem sie da gerade gegenübersitzt. Reggie ist nämlich der Chef ihrer besten Freundin, der als Schwerenöter bekannt ist. In einem Gespräch zwischen den beiden Freundinnen, wurde er zu ihrem Wetteinsatz, denn Iolanthe ist der Meinung, dass sie jeden dazu bringen könne, sich in sie zu verlieben – selbst einen Frauenheld wie Reggie. Die Bedingung für den Sieg ist entweder eine fünfmonatige Beziehung oder eine Liebeserklärung von Reggie. Iolanthe ist fest davon überzeugt, dass ihm der Ausgang der Wette letztlich ohnehin egal sein würde. Zudem ist er ein Casanova, der auch mal selbst erleben dürfte, wie es ist, abserviert zu werden. Doch schon bald werden beide feststellen, dass die Liebe ihren eigenen Regeln folgt! “

Hat euch der Klappentext schon überzeugt? Nein, dann aber vielleicht meine Lesermeinung.
Wie immer hat die Autorin einen sehr leichten und mitreißenden Schreibstil in der Erzählform und auch die Charaktere gut ausgearbeitet, sodass man Reggie von Anfang an sympathisch findet und für Iolanthe einfach nur Mitleid empfindet. Aber nicht nur sie kämpft mit den Geistern der Vergangenheit, auch Reggie hat sehr vieles durchgemacht. Die traumatischen Erlebnisse beider Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben, sodass ich bei den Flashbacks jedesmal Gänsehaut bekam.

Als Reggie von der Wette erfuhr, tat er mir unendlich leid und ich hasste kurzzeitig Iolanthe, aber damit nahm die Geschichte erst richtig Fahrt auf. Denn man erlebte förmlich die Verwandlung / Weiterentwicklung von Iolanthe. Das gefiel mir sehr. Genauso wie die kleinen Kurznachrichten am Anfang jedes Kapitels.

Das einzige Manko, was es für mich gab, war die etwas zu lang gezogene Wette, denn hier passierte nicht wirklich etwas.

Dennoch gebe ich diesem Buch 5 von 5 Sternen, denn die Tiefgängigkeit der Charaktereigenschaften beider Protagonisten, durch die Traumas (Kindheitserlebnisse), hat mich beeindruckt und sehr zum Nachdenken angeregt.

Magst du die Bücher von Lotte R. Wöss und ihren Schreibstil? Oder bevorzugst du andere Bücher und Autoren? Lass es mich doch gerne wissen. 🙂

Lebenserfahrungen durch Bücher oder eigenen Erfahrungen

„Bücher müssen schwer sein, weil die ganze Welt in ihnen steckt.“
(Cornelia Funke – Tintenherz)

Bei mir waren es am meisten die Erfahrungen aus Büchern und Zeitschriften, denn als Mauerblümchen habe ich mich jahrelang lieber in mein Zimmer zurückgezogen und mich dort, durch die Bücher, in andere Welten entführen lassen. 

Meine eigene kleine Weltreise habe ich durch Romane und Comics erlebt und meine ersten, besten Freunde waren „Heidi“, „Maike“ und „Sabine“ aus Kinderbüchern. Später kamen dann noch viele andere dazu. Richtige Freunde fand ich erst in der Realschule und meine jetzige einzige Freundin, traf ich während meiner Ausbildung zur Erzieherin. 

Wie ist oder war es bei euch? Habt ihr eure Lebenserfahrungen mehr aus Büchern oder aus den eigenen Erfahrungen?
Ich bin gespannt, auf eure Kommentare 🙂

“Wenn es Liebe regnet, braucht man keinen Schirm” von Sina Junker

Eine mitreißende Liebesgeschichte – Gegensätze ziehen sich an

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Nun möchte ich euch liebend gerne auch den zweiten Band “Wenn es Liebe regnet, braucht man keinen Schirm” (“Ein Tideborg-Roman”) von Sina Junker vorstellen. Dieser hat mir, genauso wie sein Vorgänger,  einige schlaflose Nächte beschert, weil ich ihn nicht zur Seite legen konnte. Erneut nahm mich die Autorin mit in die Welt von Anni und Magnus. Nur ging es diesmal nicht um sie, sondern um Annis Schwester “Stine”. Nun aber erst einmal der Klappentext:

“Stine könnte nicht glücklicher sein: Sie wohnt in ihrem geliebten Strandhaus direkt an der Nordsee und hat ihren bislang größten Auftrag als Malerin erhalten. Als dieser jedoch zum Scheitern verurteilt ist, hilft nur noch eine Notlüge, bei der ihr ausgerechnet der wortkarge und in sich gekehrte Polizist Rasmus aus der Patsche helfen muss.

Es hätte alles so einfach sein können, hätte Rasmus keine Gegenleistung gefordert. Nun steht Stine ohne Auftrag dar, aber mit der Aufgabe, sich die kommenden Wochen um Rasmus Großvater zu kümmern.

Wie soll sie es nur schaffen, täglich bei Rasmus ein- und auszugehen, wo sie ihn doch gar nicht leiden kann? Welches Geheimnis trägt der mürrische Däne mit sich herum? Und warum nur springt ihr Herz immer mehr in die Höhe, sobald Rasmus in der Nähe ist?”

Sobald ich die ersten Seiten gelesen hatte, war ich sofort in der Geschichte. Stine kannte ich ja schon vom ersten Band und somit freute ich mich, auch ihre Geschichte zu lesen. Während ich mir zu Beginn noch die Fragen stellte, wer ist dieser ominöse Auftraggeber und was will er von Stine, gerieten diese Fragen schnell in den Hintergrund und Rasmus mit seinem merkwürdigen Verhalten trat in den Vordergrund.

Zu Beginn fand ich ihn genauso wie Stine, sehr komisch, aber mit der Zeit merkte ich, dass er doch ein sehr lieber Kerl war, der sein Herz am rechten Fleck trägt, aber einfach nur sehr wortkarg ist. Schnell spürte ich beim Lesen, wie er Stine eigentlich mochte, es aber ihr aus welchen Gründen auch immer, nicht zeigen konnte. Auch Stine begriff mit der Zeit, dass ihr Rasmus doch nicht so egal war, wie sie immer tat und somit brachten mich schlussendlich beide zur Weißglut mit ihrem “um sich herum getänzel“ statt sich einfach auszusprechen.

Wie erleichtert war ich, als es dann endlich soweit war und sich beide aussprachen. Dennoch behielt die Autorin noch ein Ass im Ärmel, denn man wusste noch immer nicht, warum Rasmus so verschlossen und gefühlskalt wirkte und was es mit dem Auftraggeber auf sich hatte.

Bis kurz vorm Ende des Buches, fragte ich mich immer wieder, was es mit dem Buchtitel auf sich hatte, denn ich fand ihn persönlich etwas zu lang, aber dann machte es plötzlich “klick” und der Titel bekam einen so emotionalen Wert, dass ich auch keinen anderen Titel gewählt hätte. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen, außer euch das Buch ans Herz zu legen und es selbst zu lesen! Denn wer Liebesromane mit sehr viel Gefühl mag, der kommt ihr hundertprozentig auf seine Kosten. 

Somit gebe ich diesem Buch wie seinem Vorgänger 5 von 5 Sternen.

Konnte ich euch von beiden Büchern überzeugen und wie fandet ihr sie? Gerne tausche ich mich mit euch darüber aus. 🙂

“Das kleine Strandhaus am Meer” von Sina Junker

Eine sehr gefühlvolle Liebesgeschichte – Die Liebe erträgt alles

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Heute möchte ich euch den ersten Teil der Reihe “Ein Tideborg-Roman” von Sina Junker vorstellen. “Das kleine Strandhaus am Meer” hat mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen und ich hatte sofort großes Mitgefühl mit Anni, der Hauptprotagonistin.

Aber bevor ich weiter von dieser Geschichte schwärme, gibt es erst einmal den Klappentext für euch: 

“Nachdem Anni ihren Freund in flagranti erwischt hat, hält sie nichts mehr in Hamburg und sie flüchtet mit ihrer Hündin an den Ort, den sie zusammen mit der Vergangenheit hinter sich lassen wollte: Tideborg an der dänischen Nordseeküste.

Im Strandhaus ihrer Schwester Stine möchte sie eigentlich nur zur Ruhe kommen.

Unter keinen Umständen will sie ihrer Jugendliebe Magnus begegnen, dem Mann, der ihr einst das Herz gebrochen hat. Und das nicht nur einmal.

Doch wie das Schicksal es will, trifft Anni schon kurz nach ihrer Ankunft auf ihn. Anni ist sich sicher, dieses Mal nicht Kopf und Herz zu verlieren. Doch sie hat die Rechnung ohne die Magie der Dünen, des Meeres und der rauen Nordsee gemacht.”

So, nun aber weiter mit meiner Lesermeinung:

Die Autorin hat einen sehr schönen und humorvollen Schreibstil, sodass ich regelrecht durch die Seiten flog und ich sehr oft das Gefühl hatte, selbst Anni zu sein – aufgrund der Ich-Erzählweise. Alle Charaktere, inklusive der Nebencharaktere, sind sehr komplex ausgearbeitet und einfach liebenswert. Nur Magnus sein Verhalten, Anni gegenüber, konnte ich sehr lange nicht verstehen und löste in  mir tausend Fragezeichen aus. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass er bösartig war, denn ich spürte förmlich, dass er Anni sehr, sehr mochte, was ihn dadurch trotzdem sympathisch machte.

Als ich Magnus seinen Grund für sein ablehnendes Verhalten Anni gegenüber erfuhr, hatte ich Tränen in den Augen und ich fragte mich, wie es ihm die ganze Zeit ergangen sein muss und wie er das überhaupt aushalten konnte. Zwar hatte ich zwischendurch mehrmals eine ungefähre Vermutung, aber tappte dennoch im Dunkeln. 

Deshalb kann ich nur sagen, dass die Autorin eine wunderschöne Geschichte geschrieben hat, die ich jedem empfehle, der gerne gefühlvolle Liebesromane mag. Somit gebe ich diesem Buch liebend gerne 5 von 5 Sternen.

Kennst du schon dieses Buch und die Autorin? Wie findest du ihren Schreibstil und ihre Geschichte? 🙂

“Liebe, Chaos und Kartoffelsalat” von Konstanze Harlan

Wenn auf eine Katastrophe die nächste folgt

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Bevor ich euch heute meine Lesermeinung zu “Liebe, Chaos und Kartoffelsalat” von Konstanze Harlan mitteile, möchte ich euch erst einmal den Klappentext zeigen:

“Als Laura vor drei Jahren nach New York in ein Leben voller Luxus zog, hätte sie nie damit gerechnet, wie schnell dieses enden kann. Aus Rache für die Untreue ihres reichen, amerikanischen Freundes zettelt Laura einen landesweiten Skandal an und muss New York überstürzt verlassen. Der einzig mögliche Zufluchtsort: ihr ehemaliges Heimatdorf in Nordrhein-Westfalen. Sie schlüpft bei ihrer Schwester Susanna unter, ohne Geld, ohne Job, nur mit zwei Koffern voller Designerkleider. Dann taucht auch noch ein Mann auf, der behauptet, der Vater von Susannas Tochter zu sein. Laura muss über sich hinauswachsen, um die Familie ihrer Schwester zu retten. Außerdem ist da der charmante Lukas, ein ehemaliger Mitschüler, der Laura nicht aus dem Kopf gehen will …”

Aber nun zu meiner Lesermeinung, die euch bestimmt mehr interessiert, denn den Klappentext findet ihr schließlich auch woanders.

Am Anfang wusste ich nicht sofort, was ich von dieser Geschichte halten sollte, denn die Hauptprotagonistin Laura war mir von Anfang an sehr unsympathisch – zu oberflächlich, zu egoistisch und zu verwöhnt. Aber durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge, die die Autorin schon ab dem ersten Kapitel aufgebaut hatte, hatte ich gefühlt tausend Fragen im Kopf, die ich einfach nur beantwortet haben wollte.

Somit verschlang ich das Buch wortwörtlich. Dazu kam, dass mir die Familie von Lauras Schwester sehr sympathisch war und ich immer wieder hoffte, dass Laura durch sie etwas herzlicher wurde. Doch schaffte es die Autorin, dass ich zwischenzeitlich nur noch Lukas und Lauras Nichte mochte. Der Rest hatte sich durch Geheimnistuerei ebenfalls unbeliebt gemacht. Nur wurde mir zu dieser Zeit Laura langsam liebenswerter, sodass ich deshalb weiterhin das Buch schwer zur Seite legen konnte. 

Der sehr flüssige und leichte Schreibstil taten ihr übriges, auch wenn mir persönlich die wörtliche Rede sehr oft fehlte. Die Autorin schaffte es, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrechtzuerhalten, was dazu führte, dass die Story dadurch leider zu abrupt endete. Somit muss ich leider sagen, dass mir ein abschließendes Kapitel (oder ein Epilog) gefehlt hat. Was mich aber sehr oft, besonders am Anfang, irritierte und mich auch des öfteren aus dem Lesefluss gebracht hat, waren die fehlenden oder verwirrenden Zeitangaben.

Aber auf Grund der durchgehenden Spannung, des stellenweise humorvollen Schreibstils, gebe ich diesem Buch dennoch 5 von 5 Sterne. Wer gerne humorvolle und doch etwas sehr weit hergeholte Story-Themen mag, ist hier genau richtig.

Lest ihr gerne Liebeskomödien, die manchmal von der Realität etwas sehr weit hergeholt sind? Lasst es mich doch gerne in den Kommentaren wissen. 🙂

“Das leuchten der blauen Lagune: Ein Venedig Roman” von Jani Friese

Ein sehr emotionales Buch mit einer Achterbahnfahrt der Gefühle

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Heute möchte ich euch das Buch “Das leuchten der blauen Lagune” von Jani Friese vorstellen, welches mich ab der Hälfte an meine eigenen Grenzen gebracht hat.

Aber dazu später, denn jetzt möchte ich euch erstmal den Klappentext zeigen:

„Eine Hochzeit mitten im Karneval von Venedig – Romantik pur.

Der Job als Trauzeugin erweist sich jedoch als äußerst anstrengend. Ausgerechnet Fabrizio, der Mann, der Isabella vor Jahren das Herz gebrochen hat, soll bei den Hochzeitsvorbereitungen ihrer besten Freundin helfen. Noch immer versprüht er seinen Charme wie Casanova persönlich. Die Funken fliegen nur so, und Fabrizio wirbelt Isabellas Gefühlswelt erneut heftig durcheinander. Als dann auch noch die Hochzeitslocation wortwörtlich ins Wasser fällt, ist das Chaos perfekt. Es gibt nur eine Rettung: der prächtige Palazzo von Fabrizios seltsamer Tante Donna, die auf einer zauberhaften Insel inmitten der Lagunen lebt. Isabella versucht alles, damit die verschrobene alte Dame in ihren Plan für die Hochzeitsfeier einwilligt. Dabei stößt sie auf ein verborgenes Familiendrama, welches sie mehr mit ihrer eigenen schmerzlichen Vergangenheit konfrontiert, als ihr lieb ist. Wird sie den Mut finden, alles hinter sich zu lassen und ihrem Herzen zu folgen?“

Als mir von diesem Buch erzählt wurde und die Wörter “Tiefgängige Themen” fielen, war ich sofort Feuer und Flamme für dieses Buch. Denn wer mich kennt, der weiß, dass ich Bücher mit ernsten Themen bevorzuge. Deshalb holte ich mir gleich nach der Veröffentlichung das Buch, welches leider aber erst einmal auf meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher) landete. Aber mich ließ dieses Buch nicht los, sodass ich es relativ schnell (2 Monate sind auf dem SUB nicht viel) schon zu lesen begann. Der Wille an einer gerade laufenden Leserunde teilzunehmen, tat ihr übriges.

Die Geschichte zog mich sofort in den Bann und ich las und las. Das Hauptthema nahm mich schon sehr mit, aber damit konnte ich sehr gut umgehen. Der Schreibstil und auch die bildhaften und detaillierten Beschreibungen von Venedig ließen mich von diesem Thema etwas ablenken, sodass eher die Stadt, das Wiedersehen der beiden Hauptcharaktere und das Palazzo-Problem im Vordergrund standen. Das beeindruckendste an diesem Buch waren für mich die integrierten Poesie-Gedichte, so etwas hatte ich bisher noch in keinem Buch. Diese haben die Geschichte für mich abgerundet und sie authentischer werden lassen.

Aber als ich bei der Hälfte des Buches ankam, war es erstmal aus. Ich musste das Buch zur Seite legen und das gelesene Sacken lassen, auf Grund des zweiten tiefgängigen Themas, welches ich selbst als Ehefrau miterleben musste. Als ich den Schock darüber überwunden hatte und mich auf dieses Thema eingestellt hatte, nahm ich das Buch wieder in die Hand und las es in einem Stück durch, ohne Unterbrechung, um mich selbst zu schützen. Und ich muss sagen, ich bereue es keine Sekunde. In diesem Buch sind wirklich sehr viele tiefgängige und sehr emotionale Themen eingebaut, sodass eigentlich alle meine Herzensthemen darin verpackt wurden. Deshalb hätte ich mir persönlich eine Triggerwarnung gewünscht. Mir hätte schon gereicht, dass es Menschen triggern könnte, ohne detaillierte Informationen, denn diese hätten die Spannung zunichte gemacht.

Somit empfehle ich dieses Buch eigentlich jedem, der ein wirklich emotionales Buch über viele Tabuthemen lesen möchte. Denn die Autorin hat alle Themen feinfühlig und authentisch behandelt. Nur würde ich, wie schon gesagt, eine Triggerwarnung aussprechen.

Somit gebe ich diesem Buch selbstverständlich 5 von 5 Sterne und werde auf jeden Fall weitere Bücher von dieser Autorin lesen.

Wie seht ihr das mit der Triggerwarnung? Achtet ihr auf so etwas auf Büchern oder nervt sie euch eher? Das würde mich sehr interessieren. 🙂

Umgang mit Kritik in Rezensionen

„Fehler macht jeder. Einen Fehler einzugestehen, erfordert jedoch Charakter!“
(unbekannt)

Als Autorin muss ich mich leider auch selbst mit kritischen Rezensionen auseinandersetzen, denn nicht nur ich darf Kritik an Büchern äußern, sondern auch andere an meinem Buch.

Bekomme ich eine negative Rezension stelle mir immer die Frage: „Ist diese Kritik gerechtfertigt und hilft sie mir persönlich weiter?“

Klar freue ich mich als Autorin, wenn ich überwiegend nur positive Reaktionen bzw. Rezensionen bekomme, aber dennoch bringen mich diese als Autorin nicht weiter. Ich bleibe dadurch auf der Stelle stehen, denn ohne konstruktive Kritik, kann man sich als Autorin nicht weiterentwickeln.

Mein persönliches Beispiel:

Alle Rezensionen, die mein Debütroman bisher hat, sind sehr gut. Das freut mich natürlich sehr, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass deshalb mein Buch perfekt ist. Überall wird es irgendetwas geben, was nicht super ist.

In meinem Beispiel sind es die das Ausrufezeichen.

Bisher hat mir das keiner gesagt und plötzlich hat mich jemand darauf hingewiesen. „Dein Buch gefällt mir sehr und ich finde es auch super, dass du diesen rausgebracht hast, aber ein kleiner Tipp: Reduziere die Ausrufezeichen. Die nutzt man wirklich nur, wenn jemand etwas ausruft.“ (Nicht wortwörtlich wiedergegeben)
Statt darüber frustriert zu sein, war ich dankbar, denn jetzt weiß ich, dass ich bei meinem nächsten Buch nicht mehr so viele Ausrufezeichen benutzen werde.

Deshalb mein Fazit:

Für mich gibt es einen Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und Kritik zum Dampf ablassen. Während ich mich sehr über die herablassenden Reaktionen ärgere, nehme ich mir jede konstruktive Kritik zu Herzen und habe keine Probleme damit, mit Fehlern in oder an meinem Buch umzugehen.

Wie ist das bei dir? Kannst du gut mit Kritik umgehen?
Lass es mich doch in den Kommentaren wissen
🙂

“Manchmal braucht die Liebe ein wenig Meer” von Cindy Holzapfel

Eine bewegende Liebesgeschichte auf Mallorca

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In dem Buch “Manchmal braucht die Liebe ein wenig Meer” von Cindy Holzapfel geht es darum, dass Anna sich seit Jahren um ihren Vater, nach der Trennung von ihrer Mutter, kümmert. Dabei stellt sie ihre eigenen Wünsche, Träume und Ziele hinten an und bemerkt dabei nicht, dass ihr langjähriger Freund schon länger ein Auge auf sie geworfen hat.

Erst durch die Hochzeitseinladung ihrer Mutter, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat, beginnt Anna ihr Leben zu überdenken und entscheidet sich nach Mallorca zu fliegen, um bei der Hochzeit dabei zu sein.

Mit einem unguten Gefühl, ihren Vater nach so einer langen Zeit alleine lassen zu müssen, reist sie ab und ihr jahrelanger Freund bringt sie zum Flughafen. Dort kommt es zu einem Fast-Kuss und beide trennen sich abrupt voneinander.

Somit rutscht die Angst, vor dem Wiederzusehen mit ihrer Mutter und das Kennenlernen ihres Stiefvaters, in den Hintergrund und ihr einziger Gedanke war: Habe ich mich in meinen besten Freund verliebt und wie steht er zu mir?

Auf der Insel lernt Anna kurz darauf den Neffen ihres Stiefvaters kennen und ist von ihm fasziniert, sodass sie überlegt, genau wie ihre Mutter, auszuwandern. Aber ist es das, was sie eigentlich braucht und ist das die einzige Lösung aus ihrer Misere: Wie soll ich jetzt mit meinem besten Freund umgehen? Gleichzeitig fragt man sich, warum haben sich Annas Eltern vor Jahren überhaupt getrennt und warum war Annas Mutter danach plötzlich abgehauen? Und wie wird ihr Vater auf die neuen Pläne von Anna reagieren?
Obwohl die Autorin einen leichten und lockeren Schreibstil hatte, brauchte ich drei Kapitel um in die Geschichte hineinzukommen. Ich habe mich wortwörtlich durch die ersten Seiten gequält und es auch zur Seite legen müssen.

Nach drei Tagen griff ich wieder zu diesem Buch und las weiter. Überraschenderweise fand ich es ab Kapitel 4 nicht mehr so schlimm und ab Kapitel sieben war ich begeistert von der bildhaften Beschreibung des Fluges und von Mallorca. Ab Kapitel 21 konnte ich das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen und musste mir mehrmals bewusst machen, dass ich nicht Anna bin. Ich litt in den nächsten Kapiteln förmlich mit ihr und den anderen Protagonisten mit, die mir von Anfang an sehr sympathisch waren. Somit hatte ich das Buch schlussendlich nach einem weiteren Tag durchgelesen.

Danach musste ich die Geschichte, durch die mitreißende bildliche Beschreibung der Figuren, Charaktere, Umgebungen und Erlebnisse, erst einmal verdauen. Ich lag abends im Bett und ließ “meinen ersten Flug” und “meinen Urlaub auf Mallorca” revue passieren. Noch immer schüttel ich den Kopf, wie man als Autorin so etwas hinbekommen kann!

Somit gebe ich diesem Buch sehr gerne 5 von 5 Sternen und weiß jetzt, warum das Buch genauso heißt, wie es die Autorin genannt hat. Der Titel passt einfach perfekt!

Hast du auch schon Bücher gelesen, wo du am Ende nicht mehr wusstest, wo oben und unten ist? Und wenn ja, welche waren das? Lass es mich doch gerne wissen. 🙂