„Verflixt verhexte Weihnachtskekse: Kurzgeschichte“ von Karla Bruch

Eine sehr humorvolle Geschichte zum Entspannen in der doch oftmals stressigen Weihnachtszeit.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute habe ich eine sehr humorvolle Weihnachtliche Kurzgeschichte für euch, die ich in einem Rutsch durchgelesen habe.

Bevor ich mit euch meine Lesermeinung zu “Verflixt verhexte Weihnachtskekse” von Karla Bruch teile, habe ich zu Beginn wie immer den Klappentext für euch:

“Um ihren Büroschwarm endlich für sich zu gewinnen, schenkt Stine Erik beim Wichteln auf der Firmen-Weihnachtsfeier eine Dose selbstgebackener Kekse. Leider verteilt Erik deren Inhalt großzügig an die ganze Abteilung, ohne zu ahnen, dass die Weihnachtsplätzchen einen Liebestrank von Stines Oma enthalten. Und schon nimmt das Unheil seinen Lauf…”

Diese Kurzgeschichte hat 40 Buchseiten und lässt sich locker und leicht lesen, sodass ich sie nach nur einer halben Stunde leider ausgelesen hatte. Aufgrund der wenigen Seiten kann ich nicht wirklich etwas zum Inhalt sagen, ohne zu spoilern.

Die Hauptcharaktere sind, trotz des kurzen Umfangs des Buches, gut ausgearbeitet und waren mir gleich sympathisch. Aufgrund der bildhaften Beschreibung des Fiaskos, hatte ich stellenweise das Gefühl, selbst im Chaos mit drinnen zu stecken, was mir doppeltes Lesevergnügen bescherte. Auch der humorvolle Schreibstil war einmalig und rundete alles perfekt ab.

Ich werde die Geschichte bestimmt nächstes Jahr noch einmal zur Hand nehmen, wenn ich wieder einmal eine kleine Auszeit vom Weihnachtstrubel brauche, mit Mandarinen (Kekse mag ich nicht) und Weihnachtskerzen.

Somit gebe ich dieser Geschichte volle 5 Sterne und möchte eine klare Leseempfehlung aussprechen.

Habt ihr für mich noch schöne, kurze Weihnachtsgeschichten für zwischendurch?

Kriterien eines Buchkaufs

„Nicht jedes Buch ist seinem Klappentext gewachsen.“
Peter Schifferli

Da ich aktuell aus Platzgründen eher eBooks lese, scrolle ich meistens durch meinen E-Reader und betrachte mir die Buchcover. Wenn mir das Buchcover nicht zusagt, wische ich einfach weiter und betrachte dieses Buch nicht näher. Falls es mir aber gefällt, speichere ich es auf meiner Wunschliste ab. Auch Bücher, die mir als Werbung angezeigt werden landet dort, nachdem ich mir das Buchcover angeschaut habe. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass ich mir da noch keinen einzigen Gedanken darüber gemacht habe, ob mir die Geschichte gefallen könnte oder von welchem Autor oder von welcher Autorin das Buch stammt. Denn darauf schaue ich erst in meinem zweiten Durchlauf.

Sobald ich wieder neuen Lesestoff brauche beginnt die zweite Phase und ich öffne meine digitale Wunschliste. Dort scrolle ich durch alle abgespeicherten Bücher und klicke anschließend auf das schönste Buchcover. Mein erster Blick wandert zur Genre. Passt diese mir, dann schaue ich auf die Sternebewertungen, ansonsten wird das Buch von der Liste entfernt und ich klicke auf das zweit schönste Buchcover und dort auf die Genre.

Aber nun zurück zu den Sternebewertungen. Hier schaue ich mir vorwiegend die negativen Bewertungen an. Bewertungen ohne Rezension existieren für mich nicht, genauso wie oberflächliche und beleidigende. Denn diese gehören nicht hier her und Bewertungen ohne Beschreibung, haben für mich persönlich wenig Sinn. Denn wenn man eine Schwachstelle im Buch hat, kann man sie schließlich freundlich, sachlich und konstruktiv in Worte fassen.

Anschließend überfliege ich auch die mittleren bis guten Bewertungen, wobei ich hier eher die kurze Zusammenfassung am Ende, statt die komplette Rezension lese. ( Ja, hier widerspreche ich mich selber, da meine Rezenionen auch nicht gerade kurz sind :-D)

Sprechen mich die Lesermeinungen an, dabei kann auch eine schlechte Bewertung für mich persönlich extra zum Kauf anregen, denn schließlich sind Geschmäcker unterschiedlich und anhand der konstrulivität, kann man ja schon einschätzen, ob es einen auch stört oder nicht.

Danach schaue ich erst auf den Klappentext. Bei günstigen Büchern aber auch oft nicht und ich beginne das Buch, ohne wirklich zu wissen um was es geht, an zu lesen. So habe ich meist die komplette Überraschung und warte nicht unbewusst auf angekündigte Situationen.

Bei teuren Büchern achte ich dann schon auf den Klappentext und wenn er mir nur halb zusagt, dann wird dieses dann auch mal zurück gelegt und verhaart weiterhin auf der Wunschliste.

Früher, als ich noch viel in Buchläden war, habe ich auch eher nur die Buchcover betrachtet und dann den Klappentext. Der Rest war mir meistens egal. Genauso wie ein Blick ins Buch. Deshalb lese ich auch nicht wirklich Leseproben (dazu aber in meinem nächsten Beitrag).

Jetzt fragst du dich, warum ich eher weniger auf den Klappentext achte und wenig wert darauf lege? Die Antwort ist ganz einfach: Aus Erfahrung habe ich gelernt, dass Klappentexte oft nicht das halten, was sie versprechen. Entweder sind sie perfekt, aber passen nicht zum Buch oder das Buch dagegen lahm oder es ist genau anders herum, so dass ich auch schon gute Bücher, auf Grund des Klappentextes nicht gekauft habe und es im nachhinein bereut habe.

Jetzt würde es mich brennend interessieren, wie du dich für Bücher entscheidest und was dir persönlich für den ersten Eindruck wichtig ist 🙂

„Ein Cowboy zum Verjagen“ von Stina Milner

Gefangen zwischen Wut und Zuneigung.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

“Ein Cowboy zum Verlieben“ ist der zweite Teil der Reihe “HerzLiebeGlück-Geschichten aus Duncan’s Hill” von Stina Milner, den ich voller Vorfreude begonnen habe zu lesen.

Nun aber erst einmal der Klappentext, bevor ich wie immer auf meine Lesermeinung eingehe:

“Die junge Musikerin Elizabeth kann es kaum fassen: Durch eine unerwartete Erbschaft nennt sie plötzlich ein schmuckes Anwesen samt Grundbesitz in Duncan’s Hill ihr Eigen! Überglücklich kommt sie nach Texas, um ihr Erbe anzutreten und ein neues Leben zu beginnen. Doch die Koffer sind noch nicht einmal fertig ausgepackt, da läuft Elizabeth ausgerechnet ihrem Pächter, dem gut aussehenden Rancher Sam Carpenter, in die Arme. Jackpot! Denn der aufbrausende Sam ist schon aus Prinzip dagegen und außerdem gerade mal wieder auf hundertachtzig: Elizabeth ist ihm ein Dorn im Auge, am besten soll sie sich umgehend in Luft auflösen! Doch Elizabeth denkt gar nicht daran, Sam diesen Gefallen zu tun. Sie wird sich nicht von ihm herumschubsen lassen! Im Gegenteil, sie ist fest entschlossen, den unbeherrschten Tunichtgut in einen waschechten Prince Charming zu verwandeln.

Leider brauchte ich etwas, bis ich in die Geschichte hinein kam, denn ich war davon ausgegangen, dass dieser zeitnah zum Vorband spielt. Dies war aber nicht der Fall. Somit liegen zwischen beiden Bänden ca. 5 Jahre und dadurch ist die Ausgangssituation leider nicht dieselbe, wie beim Ende von Band 1.

Nachdem ich mich mit den Veränderungen angefreundet hatte und mir gesagt habe: “Versuche das Buch als Einteiler zu sehen“, konnte ich mich auf das Buch gut einlassen. Dennoch hätte ich mir ehrlich gesagt gewünscht, dass es einen Roman dazwischen gegeben hätte, um Wissenslücken zu füllen. Schließlich mochte ich alle Charaktere schon von vornherein und dadurch hatte ich mit den Veränderungen (egal ob positiv oder negativ) so meine Probleme. 

Die Autorin hatte mich erneut mit ihrem humorvollen und leichten Schreibstil abgeholt und die Seiten flogen nur so dahin. Sehr oft musste ich schmunzeln, Augen verdrehen und tief durchatmen. 

Schmunzeln musste ich, weil ich es amüsant fand, wie Sam in seinen Aggressionsanfällen durchdrehte, auch wenn seine Handlungen sehr oft übertrieben waren. Aber es ist nun mal ein Buch, welches einen vom tristen Alltag ablenken möchte.

Meine Augen verdrehte ich jedesmal, wenn Sam aufgrund eines Wortes oder einer Handlung von Elizabeth plötzlich seine Nerven verlor und sofort ein komplett anderer Mann wurde. Auch wenn ich am Anfang seine Gründe verstand, später konnte ich ihn leider nicht mehr verstehen und er war bei mir unten durch. Sein Verhalten, nachdem er eine kurze Nachricht auf seinem Handy bekommen hatte, war für mich null nachvollziehbar und die Aussagen am Lagerfeuer machten es nicht besser. Dadurch verlor ich dadurch sogar die Lust am Weiterlesen.

Tief durchatmen musste ich ständig, als wieder sehr bösartige Beleidigungen kamen, die in meinen Augen sehr verletzend waren und ich in keiner Form unterstütze. Auch nicht in Büchern. Und diese kamen nicht nur von Sam, sondern auch von seinem Vater, den ich in diesem Band eigentlich sehr mochte, zum Gegensatz des ersten Teils.

Ich überlegte sehr lange, wie ich dieses Buch beurteilen und bewerten soll, denn das ständige Hin und Her nervte mich irgendwann wirklich, denn um etwas anderes ging es partout nicht. Nur schaffte es die Autorin, diese Flaute bei 75 % wieder zu lösen und es wurde von da an tiefgründig, spannend und für mich sehr emotional.

Leider kam diese Wendung für mich persönlich sehr überraschend und somit ärgerte es mich, dass diese Info nicht schon vorneweg angedeutet wurde, denn damit hätte dieses Buch von Anfang an mehr Spannung gehabt, welche mir bis dahin fehlte.

Seitdem konnte ich dieses Buch nicht mehr zur Seite legen und ich war genauso begeistert von diesem Teil, wie vom ersten Band. 

Nur kamen die letzten zwei Kapitel zu schnell und ich hätte mir persönlich nach Kapitel 33 noch eins zum Abrunden gewünscht, bevor das eigentliche Ende folgte. Somit kam das Ende für mich zu abrupt. Zusätzlich hatte ich am Ende noch offene Fragen. Grund dafür waren zum einen die Zeitspanne, das schnelle Abhandeln der sehr spannenden Kapitel und die dadurch fehlenden Infos zu anderen Charakteren.

Somit kann ich diesem Buch leider nur 3,5 von 5 Sternen geben. Aufgrund der letzten 25%, die mir wie schon gesagt sehr gefallen haben, werde ich die Sterne auf 4 Sterne aufrunden. 

Nun bin ich gespannt auf den 3. Teil dieser Reihe und hoffe, dass dieser mir wieder besser gefällt und mich genauso wie Teil 1 voll überzeugt.

Wie steht ihr zu Beleidigungen und Beschimpfungen in Büchern? Dürfen sie eurer Meinung dort unter die Gürtellinie gehen?

“Später Spaß lieb: Von einer, die auszog, um das Heimweh zu verlernen” von Tina Wälde

Ein biografischer Roman über das Thema: “Loslassen und neue Wege gehen”

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute habe ich wieder einmal einen biografischen Roman für euch, den ich bestimmt nicht gelesen hätte, wenn Tina Wälde nicht nach Bloggern gesucht und ich das Cover vorher gesehen hätte. Denn dieses spricht mich persönlich leider nicht wirklich an, aber darum soll es hier nicht gehen.

Aufgrund der Bloggersuche, hatte ich auch nicht allzu viele Informationen über das Buch, außer den Titel “Später Spaß lieb: Von einer, die auszog, um das Heimweh zu verlernen”. Deshalb dachte ich, dass es sich hier um Kurzgeschichten handelte über das Thema “Heimweh”. Wie geht man damit um, wenn jemand Heimweh hat und wie kann man lernen, selbst mit Heimweh umzugehen? Gleichzeitig fragte ich mich: Was soll “Später Spaß lieb” bedeuten? (Das erfährt man während des Lesens.)

Angesichts meiner falschen Vorstellungen bewarb ich mich, denn ich dachte, dass es mir in meiner Arbeit als Erzieherin vielleicht helfen könnte und ich gleichzeitig besser mit dem Heimweh meiner Kinder umgehen könnte.

Nachdem ich dann dieses Buch in meinem Briefkasten hatte, schreckte mich der lange Klappentext sehr ab, sodass ich nur den ersten Teil “Wie verliert man das Heimweh und findet stattdessen den Mut, …”  las, welches meine Inhalts-Vorstellung bestätigte. Nachdem ich dann auch das Inhaltsverzeichnis entdeckt hatte, war ich mir sicher: Es geht um Kurzgeschichten zum Thema “Heimweh”.

Überrascht stellte ich nach wenigen Seiten fest, dass nichts mit meiner Vorstellung übereinstimmte und ich fragte mich: Was will mir die Autorin jetzt sagen? Auf die Idee, mir den Klappentext endlich richtig durchzulesen, kam ich zu keiner Sekunde.

Da die Autorin aber einen sehr leichten, lockeren und humorvollen Schreibstil hatte, konnte ich dennoch das Buch nicht zur Seite legen und las einfach weiter. Ich fand es sehr interessant, wie die Autorin ihren Mann kennenlernte, ihre Kinder bekam und vieles mehr, auch wenn mir der Sinn dahinter fehlte. Zusätzlich fand ich die Erklärungen in den Fußnoten zu bestimmten Wörtern sehr lustig und die Zitate unter jedem Kapitel sehr tiefgründig, weshalb ich das Buch verschlang.

Erst ab der Hälfte begriff ich, was die Autorin mir bzw. ihren Lesern mitteilen wollte. Somit ergaben plötzlich die vorherigen Kapitel einen Sinn. Ab dann konnte ich das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen, zog Parallelen zu meinem eigenen Leben und musste immer mal kurze Pausen einlegen, um das gelesene Verarbeiten zu können. Seitdem waren die Zitate am Ende jedes Kapitels für mich mehr als tiefgründig, denn sie fassten den Inhalt der Kapitel super zusammen.

Da ich mich aktuell selber auf einem Scheideweg in meinem Leben befinde, der mit Loslassen, Veränderungen, der Suche nach dem “Ich” und Abschied zu tun hat, half mir das Buch sehr dabei, meinen neuen Weg zu finden, auch wenn es nicht einfach sein wird. Aber dank des Buches verstand ich, dass es im Leben auf einem selbst ankommt und nicht, was andere von einem erwarten und das es nicht schlimm ist, Menschen loszulassen, auch wenn es schmerzt, aber es viel schlimmer ist, wenn man sich selbst verliert. 

Ich bin somit der Autorin sehr dankbar, für ihren Bloggeraufruf, der wenigen Infos zum Buch und vor allem für ihre offenen und wirklich sehr persönlichen Lebenserfahrungen, die sie in diesem Buch mit ihren Lesern teilt. 

Bevor ich euch den ausführlichen Klappentext zu diesem Buch zeige, noch zwei Sätze.

Ich kann euch dieses Buch von Herzen empfehlen, wenn ihr momentan selbst an einem Scheideweg steht, auf der Suche nach euch selbst seid oder ihr euch nicht immer nur im eigenen Kreis drehen wollt. Somit gebe ich diesem Buch volle fünf Sterne und werde es bestimmt immer mal wieder zur Hand nehmen, wenn ich wieder an einer Kreuzung in meinem Leben angekommen bin.

“Wie verliert man das Heimweh und findet stattdessen den Mut, sein Leben zu leben und seine Träume zu verwirklichen? Auf der Suche nach der Antwort nimmt uns die Autorin mit auf ihre erlebnisreiche Reise vom schwäbischen Dorf an die zypriotische Küste. Schonungslos ehrlich erzählt sie von den Abstechern, die sie auf ihrem Weg genommen hat, was und wen sie dafür loslassen musste, welche Veränderungen sie dabei durchlebte, was für erstaunliche und witzige Erlebnisse sie hatte und dass alles, was passiert, einen Sinn hat. Es geht um Heimat, Abschied, Veränderungen, Loslassen, Scheitern, Suche, Erkenntnisse, Sinn und natürlich um Liebe und Freundschaft. Dieses Buch ist für Frauen mittleren Alters, die schon viel erlebt haben, noch viel erleben möchten, offen sind für Neues und dabei auf der Suche nach Inspiration und Motivation.”

Bei diesem Titel würde es mich sehr interessieren, was ihr euch unter „Später Spaß lieb“ vorstellt. Lasst es mich in den Kommentaren gern wissen. 😊

„Geheimnisvolle Flaschenpost für dich“ von Florentina Volonte

Eine rätselhafte und spannende Geschichte über ein Familiengeheimnis.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute möchte ich euch das Buch “Geheimnisvolle Flaschenpost für dich” von Florentina Volonte vorstellen. Welches mich begeistert, aber auch sehr frustriert zurückgelassen hat.

Aber bevor ich meine Leseeindrücke mit euch genauer durchgehe, habe ich hier erst einmal den Klappentext für euch, damit ihr auch wisst, um was es in diesem Buch geht:

“Bei einem rauschenden Frühlingsfest in Valencia erhält Jacinta unter dem Sternenhimmel den lang ersehnten Heiratsantrag – in einer Flaschenpost, die dramatische Erinnerungen an das dunkle Geheimnis ihrer Kindheit weckt.

Tief erschüttert stellt sich Jacinta den Rätseln der Vergangenheit und deutet die Nachrichten der Flaschenpost mithilfe des attraktiven Graphologen Pepe, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Aber Pepe liebt das, was Jacinta am meisten fürchtet.

Sie fasst Mut, den Spuren der geheimnisvollen Flaschenpost zu folgen. Ihre abenteuerliche Reise führt sie zu einem idyllischen Weingut an den Hängen des Ätna, wo sie ihre Geschichte entdeckt, die mit der Pepes verhängnisvoll verwoben ist.

Kann sie ihre großen Ängste überwinden und trotz aller Widerstände zurück ins Leben und zur Liebe finden?”

Wie fange ich am besten an? Das fällt mir bei diesem Buch leider sehr schwer, deshalb werde ich es in zwei Teile teilen. Einmal die Handlung und einmal der Schreibstil / Buchaufbau. 

Die Geschichte hat mich sehr oft fragend zurückgelassen. Die dominantesten Fragen waren: Warum soll sich Jacinta vor dem Wasser und Flaschenposts in Acht nehmen, was hat es mit den Briefen auf sich, die Pepe bekommt und wie passt beides zusammen? Als ich zwischendurch mal dachte, jetzt habe ich die Zusammenhänge verstanden, kam es doch wieder anders und ich tappte erneut im Dunkeln, zumindest dachte ich es. Doch alles konnte ich nicht erahnen bzw. zwischendurch verstehen, denn der Spannungsbogen nahm von Seite zu Seite immer mehr zu und ich hatte sogar stellenweise Gänsehaut. Erst am Ende verstand ich wirklich, welches krasse Familiengeheimnis existierte und wie alle Handlungsstränge zusammenpassten. Somit kann ich klipp und klar sagen: Diese Geschichte hatte mich komplett in seinen Bann gezogen und am liebsten würde ich dieses Buch allen weiterempfehlen. Denn wer gerne in Büchern miträt und wirklich spannende Bücher liest, für den ist es wirklich etwas. 

Auch Pepe und Jacinta waren mir sehr sympathisch, auch wenn ich nicht gleich ihre Gefühle zueinander verstehen konnte. Aber manchmal gibt es ja doch so etwas wie eine Seelenverwandtschaft und von Anfang an eine feste und enge Bindung, ohne dass man sich schon richtig kennt. Deshalb kann ich dazu auch nichts Negatives sagen.

Aber warum habe ich diesem Buch leider dennoch 3,5 Sterne gegeben? Hier sind wir bei meinem großen Kritikpunkt, der mich selbst sehr ärgert. Denn die Geschichte selbst ist einfach top.

Obwohl der Schreibstil leicht und flüssig zu lesen ist, frustrierte er mich sehr oft. Am Anfang konnte ich noch nicht wirklich verstehen, warum ich große Probleme hatte, dieses Buch zu lesen. Nach einer Weile begriff ich es:

Es lag an den vielen Logikfehlern und an fehlenden Infos, um der Geschichte sinnvoll folgen zu können. Oft musste ich zurückblättern, weil ich den Faden verloren hatte, aufgrund eines fehlenden zusammenfassenden Satzes, der einen Szenenwechsel einführte. Gleichzeitig brachten mich die kurzen Flashbacks immer wieder raus und ich hatte dadurch Probleme wieder in die Story zu finden. Ebenfalls wusste ich auch oft nicht: Wo sind sie jetzt? Um was geht es jetzt überhaupt? Was hat das jetzt mit der Geschichte zu tun? Gegen Ende wurde es dann etwas besser, aber dennoch fehlten mir oft wichtige Infos und die Logikfehler brachten mich aus meinem Kopfkino.

Zusätzlich machte es mich wahnsinnig, dass die Kapitel so extrem lang waren. Für das längste Kapitel brauchte ich 1¾  Stunden zum Lesen. Ab und zu gab es zwar einen Cut in den Kapiteln, aber diese brachten mich dann komplett raus, denn diese hatten überhaupt nichts mit der vorhergehenden Handlung zu tun und hätten somit als einzelnes Kapitel durchgehen können. Genauso fand ich oft die Cliffhanger am Ende eines Kapitels doof, die dann erst viel später aufgeklärt wurden, da ein komplett anderer Sachverhalt im nächsten Kapitel angesprochen wurde.

Grund dafür war der Wechsel zwischen den verschiedenen Kapiteln – Jacinta, Pepe und später kamen auch noch Adriano und Letizia (aus der Vergangenheit) dazu.

Somit gebe ich diesem Buch 3,5 Punkte. Berechnet aus vollen 5 Sternen für die Story und dessen Spannung und leider 2 Sterne für den Schreibstil / Buchaufbau. Was mir selbst wirklich sehr leid tut.

Wer also in Büchern keinen Wert auf Logikfehler und fehlende Infos legt, dem kann ich von Herzen dieses Buch empfehlen. Wer aber, wie ich, großen Wert darauf legt, dem kann ich nur sagen: Überlege es dir gut. 

Wie stehst du zu Logikfehlern in Büchern? Stören sie dich oder fallen sie dir gar nicht erst auf? Lass es mich doch liebend gerne wissen 🙂

„Winterglitzer über Grönland“ von Sina Junker

Ein gefühlvoller Roman über das Thema “Auf der Suche nach sich selbst“.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Aufgrund der nahenden Winterzeit, habe ich heute ein Buch von Sina Junker für euch, der, wie der Titel „Winterglitzer über Grönland” schon verrät, in Grönland spielt. Mir hat dieser Roman aufgrund mehrerer Sachverhalte gefallen, aber bevor ich genauer darauf eingehe, habe ich wie immer erst einmal den Klappentext für euch.

Vicky ist auf dem Rückweg nach Hamburg, als ihr Flieger in ein Unwetter gerät und notlanden muss … ausgerechnet im eiskalten Grönland. Das passt der jungen Frau gar nicht, denn in wenigen Wochen soll sie ihren Posten als leitende Anwältin in der Familienkanzlei antreten. Etwas, das sie mehr als alles andere verabscheut, war doch ihr großer Traum ein ganz anderer.

Doch je mehr Zeit Vicky in Grönland verbringt, desto mehr öffnet sie sich der Natur, den Menschen und ihren eigenen Wünschen und Sehnsüchten. Auch ihre neue Bekanntschaft Kjeld, ein ruhiger und zuversichtliche Däne, gibt ihr immer mehr das Gefühl, ihrem Herzen zu folgen. Und vielleicht hat er auch damit nicht ganz Unrecht …”

Nun aber zu meiner Lesermeinung:

Schon ab dem Prolog hatte ich drei Fragen im Kopf, die mich bis zum Schluss nicht losließen: Wie geht es mittlerweile Vickys Vater? Was war genau vor 10 Jahren passiert? Warum gab Vickys Mutter ihr die gesamte Schuld dafür und warum behandelt sie Vicky seitdem so abwertend und bevormundend? Ich konnte das Buch somit nicht zur Seite legen und hatte die ersten 100 Seiten schneller gelesen, als mir lieb war.

Dazu kam, dass ich mich sehr mit Vicky identifizierte, mich sehr oft in ihr sah und ich ihr Denken und Handeln sehr gut verstand. Mir tat es sehr in der Seele weh, zu lesen, wie Vicky litt und unter Strom stand.

Als ihr Flugzeug in Grönland notlanden musste, atmete ich erleichtert auf, dass ihr Bruder ihr Mut machte, dort spontan ein paar schöne Tage zu machen und die Familie, die sie aufnahm, so herzlich war. Ich mochte alle drei Geschwister sehr, aber auch Cornelius, Vickys Bruder. Denn jede einzelne Person fand ich sehr authentisch beschrieben und somit sympathisch.

Ich fand es sehr schön mitzuerleben, wie sich Vicky in Grönland entfaltete, fröhlicher wurde und begriff, dass sie auch zu einem “Wir” gehörte. Als ich diese Szene las, hatte ich Gänsehaut. Denn aus eigener Erfahrung ging mir diese Stelle sehr nah.

Aufgrund des sehr leichten und lockeren Schreibstils flogen die Seiten, zusätzlich zum Inhalt der Geschichte, nur so dahin und ich fühlte mich oft, als wäre ich selbst Vicky und in Grönland. 

Und da sind wir bei meinem zweiten WOW- Erlebnis.

Bevor ich dieses Buch gelesen hatte, hatte mich Grönland nicht wirklich interessiert. Ich wusste zwar, dass es dieses Land gab, aber nicht, wie schön es da sein kann. Denn die Autorin hat sehr bildhaft Grönland, dessen Facetten und das Leben dort beschrieben, sodass ich noch immer geflasht bin, von diesem Land und dessen Einwohner. 

Einzig und allein, was ich etwas zu schön fand, war, wie Vickys Mutter reagierte, nachdem Vicky endlich den Mund aufmachte. Denn aus Erfahrung weiß ich, dass das leider in solchen Fällen oft nicht ausreicht. 

Aber da dies ein Roman ist und ich Happy Ends in Büchern bevorzuge, fand ich es deshalb einfach sehr schön und auch passend für diesen Roman.

Somit gebe ich diesen Roman liebend gerne volle 5 Sterne und freue mich schon auf ein neues Buch von dieser Autorin.

Liebt ihr es, wenn ihr durch Bücher noch mehr aus anderen Ländern erfahrt so wie ich?

„Mayas Weihnachtsmärchen“ von N. B. King

Eine leichte Kurzgeschichte über Wunder und Träume.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute habe ich das erste Mal eine Kurzgeschichte für euch. Aufgrund des Aufbaus solcher Geschichten, bin ich normalerweise kein Freund davon. Dennoch habe ich mich ran gewagt und wurde nicht enttäuscht.

Deshalb freue ich mich, dass ich euch nun das Buch “Mayas Weihnachtsmärchen” von N. B. King vorstellen darf. 

Zu Beginn aber erst einmal der Klappentext, bevor ich wie immer auf meine Leseeindrücke zu Sprechen komme.

Du möchtest eine Prinzessin sein? Dann finde deinen Prinzen! Maya hört noch immer die Worte ihres Vaters und ist eine Tagträumerin. Als Kind hat er ihr die schönsten Märchen aus aller Welt erzählt. Sie weiß, dass sie keine Prinzessin ist, aber diese Träume will sie dennoch nicht aufgeben. Jetzt arbeitet sie mitten in Manhattan, bei Ihrer Mom, in einem kleinen Frisierladen. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen betritt ein unglaublich geheimnisvoller Mann den Salon und lässt Maya träumen. Wird es auch ein Weihnachtsmärchen für Maya geben?”

Dieses Buch hat ca. 75 Buchseiten und ließ sich locker und leicht lesen, sodass ich diese Geschichte innerhalb von 1½ Stunden durchgelesen hatte. Die Botschaft hinter der Story fand ich sehr schön: Träume können wahr werden, reich sein muss nicht gleich “glücklich sein” bedeuten und Glück kann man auch verschenken.

Aufgrund des Aufbaus hatte diese Geschichte nicht sehr viel Tiefgang und die Charaktere wirkten dadurch sehr oberflächlich. Was mir in Geschichten eigentlich immer sehr wichtig ist, aber bei Kurzgeschichten eher untypisch ist.

Dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen und ich kann sie jedem Märchen- und Kurzgeschichten-Liebhaber empfehlen. Deshalb  gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen. Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich es toll finde, dass diese Geschichte für einen guten Zweck geschrieben wurde und alle Einnahmen gespendet wurden, damit andere, die es nicht so gut haben, etwas glückliches erfahren können.

Mögt ihr Kurzgeschichten und wenn ja, warum? Das würde mich mal sehr interessieren 🙂

Bücher von hinten anfangen – lohnt sich das?

„Erst am Ende eines Jahres, weiß man, wie sein Anfang war.“
(Friedrich Nietzsche)

Eine Zeitlang habe ich Bücher generell von hinten angefangen zu lesen, um zu Wissen, ob es sich überhaupt lohnt, in die Geschichte einzutauchen. Aber dadurch fand ich den Anfang immer sehr langweilig und urteilte zu schnell über ein Buch.

Deshalb stellte ich mir irgendwann die Frage, wie wichtig der Anfang für ein Buch eigentlich ist. Schnell kam ich zu der Erkenntnis, das der Anfang sehr wichtig ist. Denn dieser holt die Leser ab und die ersten Kapitel sind entscheidend, ob man ein Buch verschlingt oder nur gelegentlich zur Hand nimmt.

Aber dennoch bin ich der Meinung, dass man erst am Ende eines Buches richtig sagen kann, ob die Geschichte gut war und der Anfang zum Buch passte oder ob man diesen besser oder spannender hätte schreiben können.

Ich selber lese jedes Buch zu Ende, auch wenn es mich nicht fesselt und ich zwischendurch ein neues zur Hand nehme, denn die Neugierde auf das Ende ist dann doch sehr groß.

Wie ist es bei dir? Urteilst du erst am Schluss über ein Buch oder auch schon zwischen drinnen? Liest du generell alle Bücher bis zum Ende, auch wenn du bis zur Hälfte noch immer keinen Bezug zur Geschichte aufbauen konntet?
Lass es mich doch in den Kommentaren wissen 🙂

„Schneeflockengeflüster“ von Alexandra Mazar und Carola Leipert

Ein Weihnachtsroman, der alles hat: Spannung, Romantik und Humor.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute möchte ich “Schneeflockengeflüster” von Alexandra Mazar und Carola Leipert vorstellen und gleichzeitig meine Lesermeinung mit euch teilen.

In diesem Buch geht es um Clara, die nach dem Ende ihres Architekturstudiums nicht in diesem Beruf arbeiten möchte, aber das gesamte Bafög zurückzahlen muss. Somit freut sich Clara, dass sie ihrer besten Freundin auf dem Weihnachtsmarkt helfen kann, indem sie dort Punsch und vegane Törtchen und Kuchen verkauft. 

Doch die Freude darüber währt nur für kurze Dauer und sie hat plötzlich einen größeren Schuldenberg vor sich, schneller, als sie “Rotwein” sagen kann. Der mürrische Kunde Benjamin treibt sie in den Wahnsinn, sodass sie in der kleinen Verkaufshütte stolpert und ihm dabei Punsch auf seinen teuren Mantel kippt.

Somit muss sich Clara einen weiteren Job suchen und da kommt die Annonce „Gesucht wird ein Betreuer für eine ältere Dame” gerade Recht. Nur wie es der Zufall so möchte, stellt sich sehr schnell heraus, dass diese alte Dame, die Patentante von dem mürrischen Kunden, mit dem ruinierten Mantel ist. Benjamin ist genauso überrascht, Clara im Wohnzimmer von seiner Tante zu sehen und ist nicht sehr darüber begeistert. Doch aus Liebe zu seiner Tante, die Clara von der ersten Minute an in ihr Herz geschlossen hat, stellt er sie ein.

Schnell kommen sich beide näher, doch Clara hat immer wieder Zweifel, ob er es auch Ernst mit ihr meint. Denn schließlich wird ihr nicht immer nur Gutes über ihn gesagt.

Sobald ich mit diesem Buch begonnen hatte, konnte ich es nur noch schwer zur Seite legen. Zu Beginn lag es nicht an der Spannung, sondern an dem Wortgefecht, dass sich Clara und Benjamin regelrecht lieferten. Ich musste jedes mal lachen, wenn beide wieder aneinander gerieten. Als sich dieses dann legte und beide sich annäherten hatte ich beim Lesen Schmetterlinge im Bauch. Denn das “Schneeflockengeflüster” per Post fand ich so romantisch, aber auch die kleinen körperlichen Annäherungen.

Ab der Hälfte kam dann Spannung auf, sodass ich das Buch seitdem wirklich nicht mehr zur Seite legen konnte. Die aufkommenden Intrigen machten mich wahnsinnig und ich wünschte mir sehr oft, dass sich beide endlich mal Zeit nahmen, alleine und ungestört miteinander zu reden, so hätten sich bestimmt einige Missverständnisse vermeiden können.

Das einzige, was ich leider anzumerken habe, sind die kleinen logischen Fehler ab den letzten Kapiteln, die hauptsächlich in Claras Part zu finden waren. Denn dieses Buch wurde abwechselnd aus der Sicht von Clara und Benjamin geschrieben und dadurch widersprachen sich einige ganz kleine Informationen. (Ein Beispiel: Benjamin hat seine Reisetasche dabei (Erzählt Benjamin in seinem Kapitel), aber er trägt dann dennoch von seinem besten Freund die Klamotten. (Erzählt Klara in ihrem Kapitel).)

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf den Schreibstil beider Autorinnen eingehen. Dieses Buch ließ sich sehr locker und leicht lesen und zu keiner Sekunde verloren sie sich in unnötige Beschreibungen. Was ich immer sehr schön in Büchern finde.

Somit kann ich diesem Buch 5 von 5 Sternen geben, trotz der kleinen Logikfehler am Ende und kann jedem, der romantische Bücher mag, dieses ans Herz legen.

Mögt ihr romantische Bücher oder sind diese euch zu kitschig? Lasst es mich doch gerne wissen. 🙂

„Als die Stille dein lachen davontrug“ von Sabrina Heilmann

Eine sehr tiefgründige Geschichte, die einem unter die Haut geht.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Erneut habe ich eine Geschichte für euch, die mich noch tagelang beschäftigt hatte und ich deshalb erst einige Tage später es geschafft habe, meine Lesermeinung mit euch zuteilen.

“Als die Stille dein Lachen davontrug” von Sabrina Heilmann ist tiefgründig, authentisch und berührend. Bevor ich aber genauer auf diese drei Punkte eingehe, habe ich erst einmal den Klappentext für euch.

“Als ihr Lachen verstummte, verdunkelte sich seine Welt und er suchte eine Schuldige.

Nach dem mysteriösen Selbstmord seiner Schwester verliert der Brite Lennox Graham alles. Was ihm bleibt, ist ein Abschiedsbrief und ein Buch der deutschen Autorin Fiona Lindner, in welchem der Brief gesteckt hat.

Nachdem Lennox den Roman gelesen hat, ist er sich sicher: Fiona ist schuld am Tod seiner kleinen Schwester!

Fiona ahnt von alledem nichts. Als sie ihren neuen Roman wegen einer Schreibblockade nicht rechtzeitig liefern kann, fordert der Verlag den Vorschuss zurück. Gleichzeitig brennt ihre Wohnung ab und sie steht plötzlich vor den Scherben ihrer Existenz. Mit dreißig Jahren muss sie zu ihren Eltern ziehen, die nach Schottland ausgewandert sind.

Als sie in Tain ankommt, häufen sich die merkwürdigen Zufälle, die sie nicht nur mit dem Tod eines wildfremden Mädchens, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontieren.

„Ich verrannte mich so sehr in der Vorstellung, dass die Vergangenheit meine Zukunft war,dass ich gar nicht mitbekam, was das Universum mir stattdessen geschenkt hatte.“

Zwei Menschen, die alles verloren haben, auf der Suche nach einer Wahrheit, die alles zerstören kann.”

Der Schreibstil ist locker und leicht und was ich am schönsten fand: Die Autorin verlor sich zu keiner Sekunde in unnötigen Beschreibungen und sinnlosen Szenen. Satz für Satz erfuhr man mehr und somit gab das Buch sehr wenig Freiraum für Langeweile oder ähnliches. Spannung war durchgängig hoch im Kurs.

Das Thema Selbstmord, welches hier behandelt wird, wurde sehr authentisch beschrieben und die Trauer der Hinterbliebenden war zum greifen nah. Aber auch das zweite tiefgängige Thema wurde sehr realistisch aufgearbeitet, vor allem dessen Folgen. Aufgrund von Spoilergefahr, möchte ich dieses hier allerdings nicht benennen.

Auch wenn Lennox sich in etwas hineinverrannt hatte, konnte ich seine Beweggründe dahinter sehr gut verstehen und hatte sehr oft Tränen in den Augen, wenn er verzweifelt an den Tot seiner Schwester dachte und ihren Abschiedsbrief in den Händen hielt. Aber auch der Debütroman von der Protagonistin Fiona hatte es in sich. 

Nicht nur die Geschichte von Lennox seiner Schwester ging mir sehr unter die Haut, sondern auch die von Fiona. Oft dachte ich mir: Was soll sie denn bitte noch alles ertragen? Schlimmer geht es doch nicht mehr.

Im Gegensatz zu anderen Büchern, wo man miterlebt, wie ein Mensch dem Selbstmord immer näher kommt, erfährt man in diesem Buch erst am Ende, warum Lennox seine Schwester ihn begangen hat und denkt sich: Warum musste es eigentlich erst soweit kommen. Ich hatte Gänsehaut und Tränen in den Augen, als ich die kompletten Zusammenhänge verstanden hatte.

Neben der Spannung hatte dieses Buch aber auch sehr viele lustige Episoden. Floki, der Kater von Fiona, brachte mich nicht nur einmal zum Lachen. Somit ist dieses Buch nicht nur für Menschen, die gerne tiefgängige Bücher lesen, sondern auch für Katzenliebhaber. 

Einzig und allein hätte ich persönlich eine Triggerwarnung  für dieses Buch ausgestellt. Denn beide angesprochenen Themen könnte leider wirklich jemand erlebt haben. Vielleicht nicht ganz so, aber ähnlich.

Ich gebe diesem Buch dennoch volle 5 Sterne und wenn ich könnte, würde ich sogar noch einen dazu geben. Denn genau solche Bücher sind so extrem wichtig, um vielleicht manche Menschen wachzurütteln, was ihre Taten mit einem tun können! 

Zum Schluss möchte ich nur noch sagen, das dieses Buch zu einem meiner Highlights dieses Jahres geworden ist.

Habt ihr schon Bücher zum Thema Selbstmord gelesen? Bevorzugt ihr da lieber welche, wo es gut ausgeht oder auch, wie leider im wahren Leben, nicht immer gut?