Eine wunderschöne, ruhige Weihnachtsgeschichte, die mich mit ihrer Wärme, den liebevollen Figuren und ganz viel Herz vollkommen abgeholt hat.
[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]
Heute möchte ich euch den zweiten Band der neuen Buchreihe „Hyggelige Weihnachtszeit“ von Sina Junker vorstellen. „Mein dänisches Weihnachtswunder“ habe ich innerhalb von drei Tagen verschlungen, weil mich die Geschichte von der ersten Seite an völlig gefesselt hat.
“Weihnachten ist das schönste Fest des Jahres – zumindest für Rikke Jørgensen. Nichts kann sie davon abbringen, im Kreise ihrer Familie zu feiern. Wäre da nicht ein Schneesturm, der die Storebælt unbefahrbar und damit die Rückfahrt nach Kopenhagen unmöglich macht.
Nun sitzt Rikke einen Tag vor Heiligabend eingeschneit in einem Haus am See fest … mit ihrem Chef, dem bekannten Weihnachtsmuffel Kaare Stoklund, in den sie schon lange heimlich verliebt ist. Die Rückkehr nach Kopenhagen? In eisiger Entfernung mit Aussicht auf noch mehr Schnee.
Für Weihnachtsstimmung sorgen? Gelingt nur, wenn man für jede Menge Weihnachtsmusik und einen Tannenbaum sorgt. Kaare näherkommen? Dafür braucht es schon ein Wunder.
Doch zwischen Weihnachtsliedern in Endlosschleife, Spaziergängen am See und jeder Menge wärmender Getränke muss Rikke feststellen, dass Wunder manchmal nur geschehen können, wenn man selbst danach greift.”
Ich habe die beiden Hauptprotagonisten sofort in mein Herz geschlossen. Ihre Gespräche waren warmherzig und ehrlich, und ich habe jede kleine, zaghaft-besinnliche Annäherung miterlebt und mitgefühlt. Besonders beeindruckt hat mich, dass Rikke immer wieder ihrem eigenen Bauchgefühl gefolgt ist und nicht blind ihrer Schwester vertraute. So blieb sie sich selbst treu und gewann umso mehr an Stärke.
Auch das angespannte Verhältnis zwischen Kaare und seinen Brüdern wurde sehr authentisch und facettenreich dargestellt und hat mir gezeigt, dass Fehler menschlich sind und Aussprache sowie Vergebung extrem wichtig ist. Toll fand ich auch die enge Beziehung zwischen Rikke und ihrer Schwester. All diese Figuren sind so liebevoll ausgearbeitet, dass man sich beim Lesen fühlt, als gehörte man selbst zur Familie.
Der Schreibstil ist wie gewohnt bildhaft und leicht zu lesen, und die Ich-Perspektive von Rikke macht jeden Moment noch intensiver. Zwischen weihnachtlicher Musik, Spaziergängen am See und gemütlicher Kaminwärme entsteht eine Traumstimmung, die perfekt zur Adventszeit passt.
Ich spreche eine klare Leseempfehlung für alle aus, die romantische Liebesgeschichten ganz ohne Spice mögen und sich zur Weihnachtszeit nach Herzklopfen und Familienwärme sehnen.
Glaubt ihr daran, dass Nähe manchmal genau dann entsteht, wenn man gezwungen ist, stehenzubleiben, fernab vom Alltag und den Erwartungen anderer?
