Ein ruhiger, bildstarker Sports-Romance-Roman, der mich erst spät, dann aber doch noch emotional gepackt hat.
[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]
Heute möchte ich euch den ersten Band der Buchreihe „Winter Whispers“ von Mira Frey und Lara Jay vorstellen. Der zweite Band „On Edge – Finde die Balance“ stammt aus der Feder von Lara Jay.
“Elenas Leben wirkt wie aus dem Bilderbuch: gefeierte Tänzerin, diszipliniert bis in jede Faser, auf der Bühne makellos. Doch der Applaus fühlt sich längst genauso leer an wie ihr Innerstes. Was sie braucht, ist eine kurze Auszeit in den Bergen der Dolomiten. Doch statt Ruhe erwartet sie dort Luca Della Rosa – Ex-Skirennfahrer, wandelnde Reizexplosion und der Mann, der sie am liebsten gleich wieder nach Hause schicken würde. Als er ihr auch noch einen absurden Vorschlag macht, ist Elena sprachlos: Sie soll seine Freundin spielen – im Gegenzug bringt er ihr Freeride-Skifahren bei. Doch als die Presse Wind davon bekommt, wird der Deal, der so harmlos beginnt, zu einem Spiel, das gefährlicher ist, als jede Abfahrt. Denn wer die Kontrolle loslässt, fällt … und das verdammt tief.”
Ich brauchte eine Weile, um in Elenas Welt als gefeierte Tänzerin hineinzufinden, doch sobald mich die Story gepackt hatte, flogen die Seiten nur so dahin. Die Storyline fand ich sehr interessant und auch an sich gut umgesetzt. Nicht nur die Fake-Freundin sondern auch die Erschöpfung und die Depression von Elena.
In der ersten Hälfte fehlte mir allerdings manchmal die emotionale Tiefe. Die Handlung plätscherte eher ruhig dahin, und obwohl die Beschreibungen stets bildhaft waren, blieb die Gefühlswelt der Charaktere für mich ein Stück weit auf Distanz. Mir selbst ist es bei einem Buch sehr wichtig, die Gefühlswelt der Protagonisten nicht nur zu kennen, sondern diese auch persönlich beim lesen zu fühlen und das fehlte mir hier leider.
Ab der zweiten Hälfte gelang es der Autorin jedoch, mich komplett abzuholen. Die Szenen wurden intensiver, die inneren Zwiespälte spürbarer und die Spannung steigerte sich, bis ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Wer die Kontrolle loslässt, fällt und dieses Gefühl des freien Sturzes hat mich in der Schlussphase richtig gepackt.
Für mich bleibt dieses Buch ein Sports-Romance-Roman mit großem Potenzial, das in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll zur Entfaltung kam. Deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen und freue mich schon jetzt auf den nächsten frostigen Band dieser Reihe.
Wie wichtig ist es euch beim Lesen, die Gefühle der Protagonisten wirklich mitzuerleben und könnt ihr einem Buch verzeihen, wenn genau das erst spät gelingt?
