“Deine Welle bricht mein Herz” von Carola Leipert

Ein sehr authentischer Roman über die emotionale Abhängigkeit

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Dank einer Buchbloggerin, die mich auf die Bücher von Autorin Carola Leipert aufmerksam gemacht hatte und mir mitteilte, dass ihre Bücher bestimmt etwas für mich seien, begann ich das Buch “Deine Welle bricht mein Herz” zu lesen. Dieses Buch ist der erste Teil der Reihe “Seelenherz” und ich muss sagen: Ja, dieses Buch hat wieder einmal alles, was ich an Büchern mag – ein Tabuthema, Liebe, Selbstfindung und Herzschmerz.

“Alinas große Liebe gilt dem charmanten Leon, bis sie versehentlich eine Nachricht erhält, die nicht für sie bestimmt ist. Gezwungen zu erkennen, dass sein Herz scheinbar einer anderen gehört, zerplatzt ihr Traum einer gemeinsamen Zukunft und stürzt sie in grenzenlose Verzweiflung. Aber wie kann sie eine verlorene Liebe überwinden, die sie nie leben durfte? Alina weiß: Sie muss Leon loslassen, nur so kann sie sich selbst retten. Um sich von ihm zu distanzieren, flieht sie zu ihrer Schwester Manja nach Kapstadt. Doch die Sache hat einen Haken, denn Leon hat mit Alina noch längst nicht abgeschlossen.”

Normalerweise lege ich kein Buch zur Seite, welches mich in seinen Bann zieht, aber dieses Buch hatte es so in sich, sodass ich es dennoch tun musste. Die Autorin beschrieb die emotionale Abhängigkeit so ausführlich und authentisch, dass ich Tränen in den Augen hatte und die Infos erstmal verarbeiten musste. Denn ich konnte während des Lesens förmlich jeden Schmerz von Alina und Leon spüren und komplett nachvollziehen, wieso sie sich gegenseitig so behandelten, damit verletzten und demzufolge litten.

Klar wusste ich schon einiges zu diesem Thema, aber wie es sich für beide Seiten wirklich anfühlt, war mir bis dahin noch nicht bewusst. Auch die einzelnen Aussagen zu Beginn jedes Kapitels ließen mich nachdenklich zurück. Denn diese brachten die Gedanken von beiden Protagonisten passend auf den Punkt. Sie waren so aussagekräftig! Denn dieser Roman wurde abwechselnd (unregelmäßig) aus der Sicht von Leon und Alina geschrieben.

Dazu kam noch der leichte und lockere Schreibstil in Ich-Perspektive, sowie das fundierte Fachwissen, welches durch die Nebencharaktere und das Recherchieren von Leon mit eingebaut wurde.

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass dieses Buch zu einem meiner Lieblingsbüchern geworden ist und ich auch noch nach dem Beenden nachdenklich zurück geblieben bin. Besonders freue ich mich, dass das Ende (was ausreichend wäre) noch nicht das ganze Ende ist. Aber ich glaube, dass versteht man erst, wenn man das Buch selbst gelesen hat.

Somit gebe ich diesem Buch von Herzen alle 5 Sterne und freue mich jetzt schon, mit dem zweiten Band beginnen zu können.

Kennt ihr schon Carola Leipert und welches ihrer Bücher könnt ihr mir noch empfehlen?

„Immer nur du“ von Jenna Hansen

Eine sehr emotionale Geschichte über eine toxische Beziehung und die wahre Liebe.

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“Immer nur du” ist der zweite Roman von Jenna Hansen, der mir sehr nahe ging. Denn die Geschichte hatte alles, was ich von guten Büchern erwarte: Tiefgängige Themen, Schmetterlinge im Bauch und Spannung.

Zu Beginn aber erst einmal der Klappentext:

“Eigentlich hat Riley Larsson alles, was sie sich immer für ihre Zukunft gewünscht hat. Sie lebt mit ihrem Freund Lucas, einem erfolgreichen Investmentbanker, in einer atemberaubenden Wohnung in der Metropole London mit Blick auf die Themse. Als Projektmanagerin ist sie bereits erfolgreich die Karriereleiter hinaufgestiegen. Heiraten und dann irgendwann eine Familie gründen, stehen als nächstes auf ihrer Liste.

Eigentlich sollte Riley rundum glücklich und zufrieden mit ihrem Leben sein. Wären da nicht ihre vielen Geschäftsreisen, die sie immer wieder nach New York führen, und dieser eine Kollege, der ihr schon seit vielen Jahren durch den Kopf geistert. Wäre da nicht die eine kleine entscheidende Sache mit dem perfekten Timing und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Denn auch Jake hat schon lange Gefühle für Riley. Aber es hatte einfach nie sollen sein zwischen ihnen beiden. Oder?”

Ich habe diesen Roman förmlich verschlungen, auch wenn mich einige Schachtelsätze ab und an aus dem Lesefluss gerissen haben. Dennoch verlor ich dadurch nicht das Kopfkino und war voll und ganz in Rileys Welt gefangen, da die Autorin einen sehr bildhaften Schreibstil besaß. Einzig und allein fehlte mir an manchen Stellen etwas die wörtliche Rede, sodass man sagen kann, dass dieser Roman fast nur eine Nacherzählung war. Aber das störte mich nicht weiter. 

Schon im ersten Kapitel baute die Autorin Spannung auf und somit auch das Knistern zwischen Riley und ihrem Arbeitskollegen Jake. Ab der ersten Szene mit ihm war ich von ihm begeistert und fand es rührend, wie er sich um Riley kümmerte, als für sie eine Welt zusammenbrach. Er übernahm kurzerhand die Rolle, die eigentlich Rileys eigentlicher Freund Lucas übernehmen hätte müssen.

Somit war für mich von Anfang an Lucas bei mir unten durch. Schnell zeigte sich auch, dass er Riley auch nur unterdrückte und sich kein Stück für sie interessierte, höchstens, wenn er eine Frau zum prahlen brauchte.

Somit lag wirklich das komplette Augenmerk auf Riley und ihrem Arbeitskollege, die sich seit Jahren sehr mochten, sowie auf Rileys Leben mit ihrem toxischen Freund.

Was ich besonders gut fand war, dass die Autorin sehr authentisch die Abhängigkeit einer toxischen Beziehung beschrieben hatte und die Geduld, die Jake aufbringen musste, bis Riley es selbst bemerkte, dass ihre Beziehung nicht gut für sie war.

Somit gebe ich diesem Buch 5 von 5 Sternen und werde mir dieses Buch irgendwann bestimmt noch einmal zur Hand nehmen.

Kennt ihr schon das erste Buch von dieser Autorin und könnt ihr mir das empfehlen?

„Zimtschneckentage“ von Inga Schneider

Ein schöner Roman für die kalten Herbsttage

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Auch heute habe ich wieder eine tolle Leseempfehlung für euch. Nämlich „Zimtschneckentage“ von Inga Schneider.

Wie immer möchte ich euch zu Beginn den Klappentext zeigen und anschließend mit euch meine Lesermeinung teilen und erklären, warum ich trotz klarer Leseempfehlung nur 4 Sterne gebe.

„Journalistin Mia Jørgensen gelingt es, in Kopenhagen einen absoluten Traumjob zu ergattern: Als Hygge-Korrespondentin soll sie die Leser eines deutschen Magazins für das dänische Lebensgefühl begeistern. Alles scheint perfekt – bis sie aus heiterem Himmel auf ihre Jugendliebe Jonas trifft, und alte Gefühle erneut aufflammen. Mia ist hin- und hergerissen. Soll sie das Abenteuer Kopenhagen wirklich wagen? Oder der Beziehung zu Jonas noch eine Chance geben? Als es dann zu einem verhängnisvollen Missverständnis kommt, ist das Chaos perfekt – und Mia muss sich endgültig entscheiden.“

Inga Schneider hat einen leichten und auch bildhaften Schreibstil, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann, wie es in Kopenhagen und den anderen Ortschaften aussieht und was Mia mit ihren Freundinnen erlebt.

Von der ersten Seite an mochte ich Mia und tauchte gerne in ihre Welt ab. Einzig und allein verstand ich oft das Verhalten von Mias beiden Freundinnen nicht, warum ich sie sehr lange als Störfaktor im Roman ansah und zwischendurch auch empathielos empfand.

Auch Jonas fand ich von Anfang sehr sympathisch und fand es toll, dass sich beide nicht ewig Zeit ließen, um die Problematik von früher zu klären, auch wenn Mia stellenweise am Anfang oft sehr kindisch reagierte. Leider gab es nur sehr wenige Szenen mit Jonas.

Da wären wir auch bei meinem großen Manko. Beide fanden nach der Aussprache schnell wieder zueinander, doch folgte dann das angekündigte Missverständnis aus dem Klappentext, sodass sich dann eigentlich fast alles eins zu eins wiederholte wie damals. Das konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich nachvollziehen. Schließlich hatten sie ja schon einmal die selben Probleme, nur andersherum und waren reifer geworden. Vor allem Jonas seine Reaktion verstand ich überhaupt nicht und das bis zum Schluss. Somit zog sich der Roman für mich dadurch dann in die Länge.

Einzig und allein der Nebenstrang „Mias Arbeitswelt und der Neuanfang“ brachte Abwechslung und Spannung mit, nur hätte ich mir da gewünscht, dass dies im Klappentext mit vermerkt worden wäre. Dadurch hatte ich mich auf einen Liebesroman zwischen Jonas und Mia gefreut, dem aber sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, denn dies wurde zur Nebensache.

Somit passt für mich der Klappentext leider nicht zum eigentlichen Handlungsstrang: „Mias Arbeitsprobleme und dessen Neuanfang sowie die Freundschaft der drei Mädels“ – was aber dennoch ein gutes Thema sowie eine gute Umsetzung war.

Deshalb gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen.

Hattet ihr auch schon einmal ein Buch gelesen, welches ihr euch komplett anders vorgestellt habe, weil der Klappentext nicht ganz passte?

„Ein Strandkorb macht noch keine Liebe“ von Marit Bernson

Eine lustige Geschichte über die Suche nach einem Mann

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Heute stelle ich euch das Buch “Ein Strandkorb macht noch keine Liebe” von Marit Bernson vor. Hier handelt es sich um den ersten Teil der Reihe “Strandkorbwunder”.

Aber beginnen wir erst einmal wieder mit dem Klappentext:

“Selma hat genug von ihrem alten Leben und beschließt, mit einer Freundin an der Ostsee neu zu beginnen und ein Strandcafé zu eröffnen.

Außerdem will sie endlich ihren Traummann finden. Sie legt sich schnell auf Kai fest, der das alte Haus saniert, das die beiden günstig gemietet haben. Er ist unnahbar und wortkarg, was ihn aber nicht weniger attraktiv macht.

Und dann ist da noch Finn, der sich seltsamerweise mit Liebesromanen auskennt, aber nur seinen Urlaub an der Ostsee verbringt, weshalb er nicht für eine feste Beziehung in Betracht kommt.

Doch Selma ist zuversichtlich. Meer, Strand, Sonne – was soll da schiefgehen bei der Traummannsuche?”

Einiges kann ich nur sagen und da bin ich auch schon mitten in meiner Lesermeinung.

Ich muss sagen, dass ich sehr amüsante Hörstunden hatte. Die Autorin brachte mich mit ihrem Humor sehr oft zum Schmunzeln, aber gleichzeitig auch zum Kopfschütteln. Grund dafür war, dass die Autorin mitten in der Geschichte sehr oft Klischees bediente, diese aber selbst anschließend benannte, indem sie ein Vergleich zum Leben der Protagonistin und eines Liebesromanes aufbaute. So entstand auch im Gespräch zwischen Selma und ihrer besten Freundin der Buchtitel mit einer gleich handelnden Protagonistin wie Elma. Ich fand das schon irgendwie sehr herrlich, auch wenn ich mir manchmal dachte: Das macht es jetzt auch nicht besser, wenn die Protagonistin dennoch wie eine Person aus einem Klischee-Roman handelte.

Somit blieb dieser Roman sehr oberflächlich und auch an einigen Stellen unrealistisch, weshalb ich ihn als lockeren Liebesroman oder besser als Liebeskomödie einordnen würde. Trotz fehlender Tiefe und einer doch eher naiven und oberflächlichen Protagonistin, hatte ich eine gute Ablenkung beim Hausputz und das Hörbuch war schneller durchgehört als gedacht. Denn auch die Sprecherin hatte eine schöne Stimme und las alles in einem angemessenen Tempo vor.

Aufgrund der fehlenden Realität, aber doch sehr humorvollen Stunden, gebe ich diesem Roman 4 von 5 Sternen.

Lest ihr gerne Komödien oder bevorzugt ihr eher wahre Geschichten aus dem Leben?

Woher kommen die Buchideen eines Autors?

„Pass auf, was du einem Autor erzählst oder was er sieht, denn du könntest es in seinem Buch wieder finden oder es könnte oder es könnte die nächste Buchidee werden.“
(unbekannt)

Soviel möchte ich diesmal gar nicht zu diesem Zitat sagen, denn dieses hat schon genug Aussagekraft.

Dennoch möchte ich gerne ein Beispiel nennen, was passieren kann, wenn man mit einem Autor zusammen ist.

Bevor ich meinen Mann kennenlernte, war ich noch sehr schüchtern und verschlossen. Da ich meinen Mann übers Internet kennenlernte, fiel es mir leichter, etwas von mir preiszugeben, als wenn er vor mir gegenübergestanden hätte.

Durch unsere Chats und Mails wusste er, was mich jahrelang geprägt hatte und dass ich dadurch sehr ängstlich und unsicher war, insbesondere auch im Bezug auf ein persönliches Treffen. Dennoch schaffte er es, mich zu motivieren, sodass ich einem Date irgendwann zustimmte.

Als er mich am Tag unseres Dates an meiner eigenen Wohnung abholte, reichte er mir einen Salat, da er wusste das ich sehr romantisch veranlagt bin und sagte: „Eigentlich wollte ich dir einen Blumenstrauß mitbringen. Aber da ich nicht wusste, welche Blume dich aus deinem Schneckenhaus herauslocken kann, dachte ich mir, da ist ein Salat dann doch am besten.“

Noch heute denke ich sehr oft daran und wenn ich meinen geliebten Salat esse, ja ich mag Salat, denke ich immer an diesen einen Tag im Sommer.

Wer kennt diese Aussage aus meinem Buch und kann dadurch bestätigen, dass das heutige Zitat hundertprozentig zutrifft?
Oder bist du sogar Autorin und hast eigene solche Beispiele. Ich bin sehr gespannt 🙂

„Willkommen im kleinen Ostseehotel: Winterstürme” von Evelyn Kühne

Ein toller Liebesroman aus dem wahren Leben, der die Zeit vergessen lässt

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Heute möchte ich euch den ersten Teil der Reihe “Willkommen im kleinen Ostseehotel” von Evelyn Kühne vorstellen und ich kann euch nur dieses Buch von Herzen empfehlen.

Aber nun erst einmal der Klappentext zu “Willkommen im kleinen Ostseehotel – Winterstürme”:

“Wenn dir der Ostseewind an einem eiskalten Wintertag einen attraktiven Mann an den einsamen Strand weht, das kann doch eigentlich nur… Ja, was eigentlich, Schicksal oder Zufall sein?

Sophie scheint ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Zimmermädchen im Ostseehotel Godewind in Ahrenshoop, zwei Kinder, alleinerziehend und resignierte Besitzerin eines Hauses mit reichlich Modernisierungsstau. Für die große Liebe bleibt da keine Zeit. Bis Lars Ziegler, der Regisseur der alljährlichen Ostseeweihnachtsshow ausgerechnet in ihrem Hotel absteigt und Sophies Gefühle kräftig durcheinander wirbelt. Als dann auch noch ihre Chefin einen Unfall erleidet und deren hochnäsige Tochter Denise das Ruder im Godewind übernimmt, ist plötzlich nicht nur Weihnachten, sondern Sophies gesamte kleine Welt in Gefahr.”

Aufgrund des sehr guten bildhaften Schreibstils schaffte es die Autorin, dass ich oft das Gefühl hatte, selbst im Buch zu stecken. Oft dachte ich, dass ich selbst Sophies Freundin wäre und ich täglich mit ihr zusammen war (ob auf Arbeit oder bei ihr Zuhause). Ich fühlte somit jeglichen Schmerz mit ihr mit, aber auch die schönen Momente, die sie mit den Teilnehmern der Weihnachtsshow und ihren Kindern hatte. 

Während ich in letzter Zeit vermehrte Bücher las, die zum überwiegenden Teil aus Beschreibung bestand, schaffte die Autorin einen guten Wechsel zwischen Beschreibung und wörtlicher Rede. Somit war mir zu keiner Sekunde langweilig und die Zeit verging viel zu schnell.

Zum Schluss möchte ich euch noch mein besonderes Highlight mit euch teilen, wobei ich aufpassen muss, dass ich nichts verrate. Während die neue Chefin von Sophie überall ihre Ohren und Augen hatte und sie dadurch das gute Betriebsklima zerstörte, schaffte es die Autorin, auch ohne weiteren Hass zwischen den Angestellten, die Spannung aufrecht zu erhalten. Somit blieb diese Geschichte bis zum Schluss klischeefrei. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Denn schließlich sollt ihr ja das Buch selber lesen, falls ich euch jetzt neugierig gemacht habe.

Somit gebe ich diesem Buch nichts geringeres als volle 5 Sterne. 

Kennt ihr schon Bücher von dieser Bestseller-Autorin und wie findet ihr sie?

„Meer verliebt mit allen vier Pfoten“ von Astrid Zingler

Ein flacher Liebesroman mit vielen Zufällen

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Heute möchte ich euch das Buch „Meer verliebt mit allen vier Pfoten“ von Astrid Zingler vorstellen. Dieser Roman ist der zweite Teil der „Sylt-Reihe“ und soll nach Angaben der Autorin bisher auch noch nicht der letzte sein. 

Aber bevor ich euch mit meiner Lesermeinung vertraut mache, folgt erst einmal der Klappentext:

„Sveas Herz schlägt für ihre kleine Geschenkboutique im Herzen von Westerland. Sie ist auf Sylt geboren und hat nach einer Odyssee durch die Welt erkannt, wohin sie gehört: Auf die Insel zwischen den Gezeiten. Männer gibt es in ihrem Leben genug, doch mehr als eine Nacht schenkt sie ihnen selten. Svea liebt ihre Unabhängigkeit und den süßen Jack Russell-Terrier Wolke über alles. Als sie einen Wochenend-Trip nach London gewinnt, ahnt sie nicht, wem sie dort begegnet: Ihrem Jugendschwarm Bent, der inzwischen auf allen Kontinenten zuhause ist. Mehr als ein Flirt springt dabei jedoch nicht heraus, denn der smarte Life-Coach hat ihr schon einmal das Herz gebrochen. Als sie ausgerechnet ihm in den Dünen am Südstrand begegnet, traut sie ihren Augen nicht. Denn Bent hat einen süßen Mischlingsrüden namens Cloud an der Leine und seinem Dackelblick kann sich Wolke nicht entziehen.“

Aufgrund des Klappentextes hatte ich mich sehr auf einen schönen romantischen Liebesroman gefreut, um vom Alltagsstress auszubrechen. Leider wurde ich nach der Hälfte des Buches enttäuscht.

Grund dafür war der verlorene rote Faden, denn dieser war nach dem dritten Wiedersehen auf der Insel zur Nebensache geworden (in zwei Kapiteln wurde die angedeutete Liebesgeschichte aus dem Klappentext abgearbeitet, sodass sie dann sofort ein Paar waren). Danach ging es eigentlich nur noch um unrealistische Erlebnisse und Lebensvorstellungen von Svea. Sie entpuppte sich für mich immer mehr zu einer oberflächlichen, empathielosen und Ich-bezogenen Person. Bent wiederum wurde mir mit der Zeit immer sympathischer und auch seine Offenheit zu seiner Aktion von früher fand ich sehr lobenswert.

Was mich aber am allermeisten störte, war nicht der verlorene rote Faden, sondern die sehr oft zu detaillierten Beschreibungen von Gedanken, Ortschaften und Informationen, die meines Erachtens an vielen Stellen unnötig, überflüssig und unpassend waren. Aufgrund der vielen und langen Unterbrechungen durch diese Beschreibungen wurden meines Erachtens die Dialoge zerrissen und blieben dadurch sehr flach und bei zwischenmenschlichen Beziehungen fehlte deshalb für mich das gefühlvolle, um die Liebe der beiden richtig spüren zu können. Gerade weil es ein Liebesroman war und keine Nacherzählung oder Familienstruktur- oder Ortsbericht. Demzufolge fehlte für mich nicht nur die Spannung (was ich bei Liebesromanen auch nicht immer erwarte), sondern auch das Gefühl zwischen den Menschen.

Ich finde es einfach sehr schade, da der Klappentext sehr neugierig macht, humorvoll geschrieben ist und so viel Gefühl verspricht. Wenn man es so nimmt, faßt dieser komplett die ersten 14 Kapitel zusammen und damit hätte man soviel draus machen können, denn die erste Hälfte war ja wirklich toll. 

Nun aber noch ein paar Fakten zum Aufbau des Buches. Das Buch wurde in unregelmäßigem Abstand Kapitelmäßig von beiden Hauptcharakteren geschrieben, was mich an sich nicht gestört hat und es auch sehr aufgelockert hat. Der Schreibstil ist einfach gehalten und somit leicht lesbar. Nur wirkte er oft sehr flach und nicht aussagekräftig. 

Ich tue mich bei diesem Buch sehr schwer mit der Bewertung. Denn die letzte Hälfte hat mir wirklich die Lust zum Weiterlesen genommen und mich auch sehr gelangweilt. Aber aufgrund des gutes Starts und der für mich gut gelungenen Weiterentwicklung von Bent, gebe ich gerade noch so 3 von 5 Sternen.

Diesmal würde mich interessieren, ob ihr den ersten teil dieser Reihe schon kennt und wie ihr ihn fandet. Lohnt es sich, nach eurer Meinung, ihn sich dennoch zu holen?

„Zur Schokoladen-Symphonie“ von Cecilia Lilienthal

Ein sehr emotionaler historischer Liebesroman, verwoben mit der Gegenwart.

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Auch heute habe ich wieder ein tolles Buch über die Selbstverwirklichung für euch. Das Buch “Zur Schokoladen-Symphonie” von Cecilia Lilienthal hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und einige Tränen gekostet, denn sehr oft habe ich mich in beiden Charakteren wieder erkannt, sodass dieses Buch etwas besonderes für mich geworden ist.

Doch bevor ich genauer darauf eingehe, folgt erst einmal der Klappentext:

“Zwei Frauen aus unterschiedlichen Zeiten, die ihren Träumen folgen, auf der Suche nach Gerechtigkeit und wahrer Liebe.

»Für die schönste und wertvollste Rose. Deine Liebe lässt mich alles Dunkel vergessen.«

Mit all ihrer Leidenschaft ist Hannah dabei, ihren großen Traum zu verwirklichen: Ihr Café »Zur Schokoladen-Symphonie« in der Nähe des Bayreuther Festspielhauses. Beim Stöbern auf dem Dachboden stößt sie auf ein mit Rosen und zwei verschlungenen Initialen verziertes Holzkästchen, ein Tagebuch aus den 1920er-Jahren und eine Mappe mit Klaviernoten. In dem Tagebuch erzählt Rosa von ihrer großen Liebe zu dem Pianisten David – einer Liebe, die nicht sein darf, denn David ist Jude, und die doch größer ist als alles, was sich ihr entgegenstellt. Rosas Liebesgeschichte lässt Hannah nicht mehr los. Ihr wird klar, dass auch sie den Weg gehen will, der in ihrem Herzen klingt.”

Mir fällt es bei diesem Buch wieder einmal sehr schwer, meine Lesermeinung mit euch zu teilen,  da ich nicht allzu viel verraten möchte. Rosas Geschichte ging mir sehr nah und auch das Ende hat mich komplett umgehauen, sodass ich mit Rosa bestimmt noch sehr lange gedanklich verbunden sein werde. Aber auch Hannahs Geschichte lässt mich nicht los, denn wie oft kämpfen wir alle selbst gegen dominante Menschen an, die einem alles aus der Hand nehmen, ständig reinreden und einem nie etwas gönnen.

Trotz alledem möchte ich dennoch ein paar Worte zum Aufbau und Inhalt des Buches schreiben. Dieses Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, einmal geht es um Hannah und ihre Träume und Sorgen und im zweiten Teil um Rosa aus dem Tagebuch. Beide Teile wurden, mit einem sehr guten Übergang, kapitelweise im Wechsel geschrieben. Zwar hatte ich am Anfang kurz meine Probleme mit diesem Wechsel, aber schnell hatte ich mich daran gewöhnt und las beide Lebensgeschichten sehr gerne.

Während Hannah durch Rosas Tagebucheinträge Vergleiche zu ihrem Leben zog und dadurch anfing, ihr Leben zu überdenken und sich wieder ihrer eigenen Träumen und Visionen zuwandte, erlebte man hautnah mit, wie es Rosa zwischen den Jahren 1920 und 1923 erging – wie sie gemeinsam mit David versuchte, ihre große Liebe geheim zu halten, dem Zwang ihrer Eltern zu entkommen und sich eine gemeinsame Zukunft in weiter Ferne von Deutschland mit ihm aufzubauen.

Was mich aber am meisten beeindruckte war, dass die Autorin es wirklich geschafft hat, diese schlimme Zeit in Deutschland in eine wunderschöne Liebesgeschichte zu verpacken, sodass man sich an Hand der Charaktere richtig in die Sorgen, Ängste und Ungerechtigkeit von damals hineinversetzen konnte. 

Deshalb gebe ich diesem Buch ohne wenn und aber 5 von 5 Sternen und hoffe, dass diese Geschichte sehr viele Leser findet. Denn dieses Buch bringt einen auch noch im Nachhinein zum Nachdenken.

Lest ihr gerne historische Bücher oder bevorzugt ihr lieber Bücher aus der Gegenwart oder am Ende aus der Zukunft? Lasst es mich doch gerne wissen 🙂

„Find myself: Wie das Licht reinkommt“ von N. D. Vilchez

Ein Roman über die Selbstverwirklichung und das Lösen aus toxischen Beziehungen

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Heute darf ich euch das Buch “Find myself” von N. D. Vilchez vorstellen. Deshalb fange ich am besten erst einmal mit dem Klappentext an.

“Früher war ich anders. Mit einem Lächeln im Gesicht und Flausen in Kopf, auf der Suche nach dem großen Glück.

Als Victoria in den Habseligkeiten ihrer verstorbenen Eltern einen 25 Jahre alten, ungeöffneten Brief ihrer Jugendliebe Graham findet, fällt sie aus allen Wolken. Die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit bringen sie dazu, ihr Leben, das von außen betrachtet perfekt scheint, in einem anderen Licht zu sehen. Was ist aus ihren Träumen und Zielen geworden? Und soll sie mit 25 Jahren Verspätung auf den Brief antworten?”

Die Autorin holte mich relativ schnell ab, sodass ich das Buch zu Beginn schwer zur Seite legen konnte, nur lies das leider nach einigen Kapiteln nach. Ich verlor den Bezug zur Protagonistin und auch ihre neu gefundene Freundin wirkte für mich eher wie aufgesetzt. Das lag meiner Meinung nach daran, dass mir die innige Freundschaft einfach viel zu schnell vonstattenging.

Mit der Zeit gewöhnte ich mich aber daran und konnte mich somit wieder richtig auf Viktoria und Zoey einlassen, denn beide waren mir dennoch sehr sympathisch. Anschließend zogen sich die Kapitel für mich in die Länge. Aufgrund der Unsicherheit von Viktoria “Antworte ich oder nicht” zog sich vieles in die Länge, was die Lesenfreude schmälerte. Diesen Konflikt hätte man vielleicht auch überbrücken können, durch einen langsameren Freundschaftsaufbau beider Mädels.

Doch ab dem Kapitel 12 nahm das Buch so an Fahrt auf, dass ich es seitdem verschlang und schneller durch hatte, als mir lieb war. Da die Autorin einen lockeren und stellenweise humorvollen Schreibstil hatte. Ich spürte förmlich die Zerrissenheit von Viktoria und litt mit ihr mit. Auch Graham war mir von Anfang an sympathisch, einfühlsam, verständnisvoll und mit seinen Worten und Taten mehr als authentisch. 

Einzig und allein, was ich neben der für mich viel zu schnellen innigen Freundschaft anzumerken habe ist, dass mir oft die Beschreibungen zu viel waren. Besonders in Szenen mit Zoey, hätte ich mir persönlich, auch außerhalb des roten Fadens, etwas mehr Dialog gewünscht.

Somit muss ich leider einen halben Stern abziehen und gebe diesem Buch 4,5 von 5 Sternen.

Ich liebe Bücher, wo sich die Protagonisten im laufe des Buches weiterentwickeln und vor allem lernen sich zu behaupten.
Wie ist das bei euch – bevorzugt ihr lieber dominante oder eher zurückhaltende Personen in Büchern?

„Einen Tourguide küsst man nicht“ von Janka Friedrich

Eine romantische Liebesgeschichte zum Träumen

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Nun möchte ich euch den dritten Teil der Reihe “Liebe am See” von Janka Friedrich vorstellen.

Bevor ich mit euch aber wieder meine Lesermeinung teile, gibt es jetzt erst einmal den Klappentext zu „Ein Tourguide küsst man nicht”:

“»Perfekte Männer gibt es nur in Liebesromanen. Und ehrlich gesagt, wer will die schon?«

Der Psychotest des Frauenmagazins hat es ihr prophezeit: Leni sucht einen gepflegten und erfolgreichen Mann fürs Leben. Genauso einer ist ihr Kollege Julian, auf den sie ein Auge geworfen hat. Beim Betriebsausflug an den Edersee will sie ihm endlich näherkommen.

Aber warum nur funkt immer der heiße Tourguide Nik dazwischen? Mit seinem Vollbart, den Flipflops und der lockeren Lebenseinstellung ist er zwar überhaupt nicht ihr Typ, trotzdem lässt er mit seiner sympathischen Art ihr Herz höherschlagen.

Während einer Kanutour lernen sie sich näher kennen und beim romantischen Lagerfeuer knistert es gewaltig zwischen ihnen.

Aber wie soll es nur weitergehen? Ihre Leben sind einfach zu unterschiedlich. Außerdem ist Nik so gar nicht der Typ, den das Magazin ihr nahegelegt hat.

Auf wen soll Leni hören? Die Zeitschrift? Ihre Mutter? Ihr Umfeld? Auf ihren Kopf? Oder doch auf ihr Herz, das schneller schlägt, wenn Nik ihr frisch gepflückte Butterblumen schenkt …”

Nun aber zu meiner Lesermeiung:

Voller Vorfreude begann ich dieses Buch, doch ich verlor sie Seite für Seite. Die ersten zwei Kapitel zogen sich für mich so in die Länge, dass ich mich richtig durchquälte. Meiner Meinung nach, hätte man diese Kapitel einfach nur kurz zusammenfassen können, um gleich mit Kapitel 3 zu beginnen. Denn ich hatte das Gefühl, dass man nicht wirklich etwas verpasst hätte. 

Aber ab dem Kapitel 3 war ich so gefangen in der Geschichte, dass ich das Buch nur sehr schwer zur Seite legen konnte. Die Autorin hat einen leichten und sehr bildhaften Erzählstil, der nur manchmal aufgrund fehlender Info ins stocken kam. Sobald ich mir die fehlende Info zusammengereimt hatte, war ich wieder sofort in der Story und in meinem Kopfkino gefangen.

Der Schluß zog sich leider, genauso wie die ersten zwei Kapitel, in die Länge. Hier passierte gefühlt nicht viel, außer langatmige Beschreibungen. Und das Ende fand ich persönlich sehr kitschig und übertrieben, was die tolle Geschichte für mich leider zerstörte. 

Was mir aber besonders gut gefallen hat, ist die sehr gefühlvolle Beschreibung zwischen Nik und Leni. Deshalb gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen und werde mir dennoch die ersten beiden Teile dieser Reihe noch holen.

Wie steht ihr zu Kitsch in Büchern? Stört euch das oder macht das gerade für euch das perfekte Buch aus?