„Morgen fangen wir an“ von Anja Pitzke

Eine sehr emotionale Geschichte über Krankheit und Tod.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute möchte ich euch das Buch “Morgen fangen wir an” von Anja Pitzke vorstellen und gleich zu Beginn sagen: “Der Titel hat schon soviel Aussagekraft, dass er mich zum nachdenken bringt!”

Am besten beginne ich mit dem Klappentext und dann erzähle ich euch etwas über den Aufbau des Buches, die Charaktere und wie sie auf mich wirkten.

“Als Ella erfährt, dass ihre Jugendliebe Luke todkrank ist, wirft sie das vollkommen aus der Bahn. Vor achtundzwanzig Jahren hat die beiden ein verstörendes Ereignis getrennt und Ella möchte jetzt um jeden Preis herausfinden, warum Luke sie damals verraten hat. Doch damit riskiert sie nicht nur ihre Ehe, sondern alles, was ihr bisher wichtig schien. Ein Wettlauf mit der gnadenlos ablaufenden Zeit beginnt, um mit Luke Vergangenes aufzuarbeiten und Klarheit über das zu bekommen, was sie immer noch mit ihm verbindet.”

Dieser Roman wurde in der Erzählperspektive geschrieben und hat insgesamt 42 Kapitel, welche in drei Teile eingeteilt sind.

Im ersten Teil ging es hauptsächlich um Ella, wie sie von Lukes Krankheit erfuhr und damit umging und wie sie sich beide in ihrer Kindheit bzw. Jugendzeit kennengelernt hatten. Im zweiten Teil lag der Fokus zwar mehr auf Lukes Vergangenheit und wie es ihm in seiner Kindheit und Jugendzeit ging, aber dennoch war die Hauptprotagonistin Ella. Im dritten und letzten Teil ging es vorwiegend um die Gegenwart, statt um die Vergangenheit. Hier stand der Krankheitsverlauf im Fokus, den ich sehr emotional und als sehr gut umgesetzt empfand, sodass ich am Ende sogar einige Tränen in den Augen hatte.

Leider muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich am Anfang große Probleme hatte, in die Geschichte hinein zu kommen. Das lag zum einen am Schreibstil, der für mich etwas gewöhnungsbedürftig war, und zum anderen an den vielen Metaphern, Rückblenden und Träumen. Sehr oft wusste ich dadurch nicht, ob der Roman gerade in der Vergangenheit, Gegenwart oder nur in Ellas Gedankenwelt spielte. Das nahm mir leider öfter die Lesefreude. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Rückblenden mit Überschriften am Anfang der Kapitel markiert gewesen und die Metaphern und Gedankengänge etwas sichtbarer hervorgehoben worden wären.

Die Charaktere waren meines Erachtens alle gut ausgearbeitet, auch wenn ich selbst bis zum Schluss nicht mit Ella warm wurde. Sie wirkte auf mich sehr distanziert und überheblich. Was mich am meisten an ihr störte oder besser, was mich an ihr wahnsinnig machte war, dass sie einfach nicht mit ihrem Ehemann (Marc) reden wollte. Er ging so extrem einfühlsam mit ihr um, zeigte Verständnis, ohne zu wissen, warum sie sich so abweisend ihm gegenüber verhielt. Ich verstand bis zum Schluss nicht, warum sie nicht mit ihm sprechen wollte. Erst als sie merkte, dass es nicht so ging, wie sie es sich vorgestellt hatte, war ihr Ehemann wieder gut genug und sie sauer, als er selbst Distanz zu ihr aufgebaut hatte (was ich voll und ganz verstehen konnte). Deshalb hatte ich die ganze Zeit, bis auf das letzte Kapitel, das Gefühl, sie hält sich ständig eine Tür offen, um sich nicht entscheiden zu müssen.

Marc war mir somit sehr sympathisch, genauso wie die beiden Söhne von Ella. Sie kamen mir sehr reif und tiefgründig rüber, was ich sehr gut fand. Leider hatten sie aber keinen großen Einfluss auf ihre Mutter.
Bei Luke brauchte ich eine Weile, bis ich ihn in mein Herz schloss, denn am Anfang wirkte er auf mich komplett anders, als wie er am Ende war. Deshalb ging mir seine Geschichte sehr nah und das lag nicht nur an seiner Krankheit und deren Verlauf, sondern auch an seiner Vergangenheit.

Aufgrund der verwirrenden Szenen in jedem Kapitel und meiner Abneigung der Protagonistin gegenüber, vergebe ich 3,5 Sterne. Dennoch möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen. Das Thema “Krankheit und Tod“ wurde sehr tiefgründig behandelt und realitätsnah beschrieben.

Lest ihr Bücher über solche Themen oder bevorzugt ihr nur welche, mit einem guten Ende?

“Und Plötzlich war er nicht mehr da” von Lotte R. Wöss

Eine sehr emotionale Geschichte einer alleinerziehenden Mutter

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Der Titel “Und Plötzlich war er nicht mehr da” sagt eigentlich schon alles aus, um was es im vierten Band der “Einfach Liebe”-Reihe von Lotte R. Wöss geht.

Denn nicht nur Melanies Mann ist plötzlich weg, sondern auch Geld, Haus, Job und zu guter Letzt das Vertrauen von ihrem 16-Jährigen Sohn. Schlimmer kann es nicht gehen oder? Dachte ich auch, aber die Autorin schaffte es mich wieder zu überraschen.

Aber nun von Anfang an:

Schon ab den ersten Sätzen hatte mich die Autorin in ihren Bann gezogen, sodass ich kurzerhand eine halbe Nachtschicht einlegte, weil ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Schon auf der ersten Seite war man mitten im Geschehen und hatte Mitleid mit Konstantin, Melanies altem Chef, obwohl er eigentlich für Melanies missliche Lage mitverantwortlich war. Aber seine Selbstvorwürfe machten alles zunichte, sodass ich ihn genauso lieb gewann, wie Melanie und ihre Kinder selber. Die Geschichte ist durchweg spannend, denn sie wurde mitten aus dem Leben erzählt und sprach die Sorgen, Ängste, Probleme einer alleinerziehenden Mutter an. Der mitreißende und bildhafte Schreibstil der Autorin tat sein übriges.

Mir fällt es so schwer, für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, da ich nicht spoilern möchte und das ist bei diesem Buch wirklich nicht leicht. Denn schon auf den ersten Seiten, in den ersten Kapiteln passiert soviel, dass man darüber kaum etwas erzählen kann.

Deshalb sage ich es jetzt einfach frei heraus: “Zögere nicht und hole dir das Buch und lies es selber!”

Um deine letzten Zweifel aus dem Weg zu räumen, hier nun endlich der komplette Klappentext:

“Melanie kann es immer noch nicht fassen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwand ihr Mann spurlos und ließ sie und ihre beiden gemeinsamen Kinder zurück. Zudem räumte er alle gemeinsamen Konten leer. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm. Drei Tage nach diesem Vorfall kommt es noch schlimmer: Ihr Chef Konstantin unterstellt ihr, interne Informationen weitergegeben zu haben und entlässt Melanie, ohne Chance, sich erklären zu dürfen, fristlos aus ihrem gutbezahlten Job. Der nächste Knall lässt nicht lange auf sich warten, denn ihr wundervolles Haus, wurde hinter ihrem Rücken von ihrem verschwundenen Ehemann verkauft und die neuen Besitzer möchten pünktlich einziehen. In kurzer Zeit hat Melanie alles verloren. Als dann auch noch ihr Sohn Max in die falschen Kreise abzurutschen droht, muss sie etwas unternehmen. Eine zufällige und zugleich unerwünschte Begegnung mit Konstantin scheint ihr einziger Rettungsanker zu sein.“

Zum Schluss nur noch eins: Ich gebe dem Buch ohne wenn und aber 5 von 5 Sternen und freue mich schon sehr auf den fünften Band dieser Reihe!

Kennst du die Reihe „Einfach Liebe“ schon und wie fandest du sie? 🙂