Ein emotionaler Abschluss voller Vergangenheit, Schuldgefühle und großer Gefühle, der mich berührt und mit einem weinenden Auge zurückgelassen hat.

[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute möchte ich euch endlich den zweiten und letzten Band der „Hidden-Pieces-Dilogie“ von Julie Ayden vorstellen. „The Pieces we try to hide: The Springblue in Your eyes“ ist für mich nicht einfach nur der Abschluss dieser Dilogie, sondern gleichzeitig auch ein Abschied von einem kleinen Universum, das mich schon seit der „Potsdam-Love-Trilogie“ begleitet hat. Fabian war damals schon mein absoluter Lieblingscharakter und deshalb habe ich mich umso mehr darauf gefreut, nun endlich seine Geschichte lesen zu dürfen.

Doch um was geht es in seiner Geschichte?

“Er glaubt daran, dass ihre Liebe jede Entfernung überstehen kann. Sie glaubt, dass manche Menschen zu kaputt sind, um geliebt zu werden … Fabians Gefühle für Sina sind mittlerweile zu groß, um sie noch länger zu ignorieren. Doch während er Sinas Nähe sucht, baut sie zunehmend Distanz auf. Ihre Ängste werden stetig lauter, und als sie Nero wiedertrifft, versteht sie endlich, warum. Allerdings sorgt das für eine Konsequenz, die Fabian ganz und gar nicht gefällt … Zwischen Sehnsucht und Selbstzweifeln müssen Fabian und Sina entscheiden, ob Liebe allein ausreicht, um gegen die Schatten der Vergangenheit anzukämpfen. Oder ob manche Herzen sich selbst im Weg stehen.”

Nachdem ich Band 1 bereits sehr mochte, war ich gespannt, wie es mit Sina und Fabian weitergehen würde. Beide kannte ich schon aus den anderen Buchreihen der Autorin und hatte sie dort bereits sehr in mein Herz geschlossen. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, ihre Geschichte nun bis zum Ende begleiten zu dürfen.

Auch dieser Band war wieder sehr emotional und ich habe mit den beiden mitgefiebert, gelacht und an einigen Stellen auch Tränen vergossen. Besonders gut fand ich, wie die Autorin die Traumata von Sina und Ruby sowie Fabians Schuldgefühle aufgegriffen und weitergeführt hat. Für mich wirkte es dadurch sehr authentisch, weil die Vergangenheit der Charaktere nicht einfach vergessen wurde. Auch Ruby habe ich sehr gerne wiedergetroffen und es hat mich gefreut, dass sie wieder eine wichtige Rolle in der Geschichte hatte und nachdem negativen Erlebnissen wieder zu einen lebensfrohen Mädchen wurde.

Die Gespräche und Wortgefechte zwischen Sina und Fabian mochte ich wieder sehr und auch die Entwicklung zwischen den beiden hat mir gut gefallen. Besonders die Begegnung von Sina mit ihrem Ex ging mir sehr nah und hat mir tatsächlich Tränen in die Augen getrieben. Diese gehörte somit zu einer meiner Lieblingsszenen aus diesem Buch.

Ein paar Dinge haben mich allerdings gestört. Manche Verhaltensweisen und Entscheidungen von Fabian passten für mich überhaupt nicht zu ihm. Vor allem zwei größere Situationen waren mir persönlich zu viel und teilweise auch übertrieben. Auch wenn ich an einigen Stellen darüber schmunzeln musste, hat es für mich dadurch leider etwas die Romantik zwischen den beiden kaputtgemacht. Sina wirkte auf mich an einer Stelle zudem etwas naiv, was ich ebenfalls nicht ganz nachvollziehen konnte. Die Spice-Szenen hätte ich persönlich wie immer nicht gebraucht, das fließt aber nicht in meine Bewertung ein, da es einfach Geschmackssache ist.

Trotz dieser Punkte hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und besonders die Aufarbeitung der Vergangenheit und der Schuldgefühle fand ich richtig gut gelungen. Der Schreibstil war wieder emotional, leicht und bildhaft und hat mich schnell durch die Geschichte getragen.

Somit gebe ich diesem Buch 4,5 von 5 Sternen und möchte die Dilogie trotzdem von Herzen weiterempfehlen. Besonders wenn ihr die anderen Bücher von Julie Ayden kennt und Fabian und Sina bereits ins Herz geschlossen habt, lohnt es sich, ihre Geschichte zu lesen.


Kennt ihr das, wenn ihr eine Buchreihe beendet und euch der Abschied von den Charakteren fast genauso schwerfällt wie das Ende der Geschichte selbst?

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