Ein ehrliches und leicht zu lesendes Buch, das mich trotz meines eher ungewöhnlichen Genres für mich an vielen Stellen zum Nachdenken über mein eigenes Leben gebracht hat.
[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]
Heute möchte ich euch einmal ein Buch vorstellen, das eigentlich gar nicht so sehr in mein übliches Leseschema passt. „Mehr Leben statt nur funktionieren“ von Steffen Peters ist eine Biografie, die sich mit vielen Fragen rund um das eigene Leben, Gesundheit, Beziehungen, Gewohnheiten und die Frage beschäftigt, was eigentlich wirklich wichtig ist.
Doch um was geht es in diesem Buch?
“Mehr Leben statt nur funktionieren ist kein klassischer Ratgeber – und kein Investmentbuch. Es ist ein ehrlicher Perspektivwechsel für alle, die spüren: So wie bisher soll es nicht bleiben. Worum es geht: Manchmal stoppt das Leben nicht mit einem Knall, sondern leise: Der Körper macht nicht mehr mit. Der Kopf wird schwer. Pläne verlieren plötzlich ihre Selbstverständlichkeit. Und auf einmal stehen Fragen im Raum, die man sonst wegdrückt: Was zählt wirklich? Wer bleibt, wenn es schwierig wird? Und warum fühlt sich „Sicherheit“ manchmal so fragil an? Was dich erwartet: Dieses Buch erzählt von Krankheit und Stillstand – aber vor allem davon, was daraus entstehen kann: Klarheit. Es geht um Gesundheit als Fundament, um Beziehungen, die tragen, um Social Media und Vergleich, um Alkohol als normalisiertes Risiko, um Konsum und Gewohnheiten – und um kleine Entscheidungen, die langfristig große Wirkung haben. Bitcoin als Wendepunkt: Bitcoin steht hier nicht für „schnell reich“, sondern für ein neues Denken: Zeit, Verantwortung und ein langer Horizont. Ein Denkmodell, das den Blick auf Arbeit, Wert und Zukunft verändert. Für wen dieses Buch ist: Für Menschen, die nicht nur funktionieren wollen. Für alle, die bewusster leben möchten – ohne Perfektionsdruck, aber mit Richtung.”
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich in vielen Punkten wiedergefunden habe. Einige Gedanken sind mir auch nach dem Lesen noch im Kopf geblieben und haben mich dazu gebracht, über mich selbst und meine eigenen Gewohnheiten nachzudenken. Gleichzeitig gab es immer wieder Stellen, bei denen ich schmunzeln musste und die mich gut unterhalten haben.
Der Schreibstil hat mir dabei besonders gut gefallen. Er ist leicht und einfach gehalten, sodass man dem Inhalt gut folgen kann. Gerade weil ich normalerweise nicht unbedingt die größte Sachbuch-, Fachbuch- oder Ratgeberleserin bin, will das bei mir schon etwas heißen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir etwas kompliziert oder unnötig schwer erklärt wird.
Was mir ebenfalls gefallen hat, war die ehrliche und authentische Art des Buches. Für mich wirkte vieles nicht künstlich dramatisiert, sondern nachvollziehbar und nah am echten Leben. Gerade die Gedanken rund um das reine Funktionieren haben mich an einigen Stellen sehr abgeholt, weil es wahrscheinlich leichter passiert, als man selbst manchmal merkt.
Auch die verschiedenen Themen fand ich interessant. Gesundheit, Beziehungen, Social Media, Vergleiche, Konsum und Gewohnheiten sind Dinge, die einem im Alltag immer wieder begegnen. Dadurch konnte ich einiges auf mein eigenes Leben beziehen und habe das Buch nicht einfach nur gelesen, sondern an einigen Stellen auch über mich selbst nachgedacht.
Mit einem Thema hatte ich allerdings bis zum Ende meine Schwierigkeiten, und zwar mit Bitcoin. Ich persönlich stehe diesem Thema einfach anders gegenüber und konnte deshalb mit diesem Teil nicht wirklich viel anfangen. Das ist allerdings meine ganz persönliche Einstellung und hat für mich nichts damit zu tun, wie das Thema im Buch dargestellt wird. Es war einfach der Punkt, bei dem ich persönlich nicht richtig mitgehen konnte.
Insgesamt hat mich dieses Buch aber positiv überrascht. Ich habe die Seiten regelrecht verschlungen und hatte an vielen Stellen das Gefühl, dass mich die Gedanken des Autors wirklich erreichen. Gerade für jemanden wie mich, der nicht unbedingt häufig zu solchen Büchern greift, hat es mich deshalb durchaus zum Nachdenken gebracht.
Somit gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen.
Gibt es ein Buch, das euch dazu gebracht hat, eure eigenen Gewohnheiten oder eure Sicht auf das Leben einmal neu zu hinterfragen?
