Eine emotionale Fortsetzung bekannter Schicksale, die mich tief berührt und bis zur letzten Seite gefesselt hat.
[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]
Heute möchte ich euch den ersten Band der “Hidden Pieces Dilogie” „The Pieces we try to hide: The Plot Twist was you“ von Julie Ayden vorstellen.
“Er ist der Autor, der mit seinem Thriller auf der Bestsellerliste landet. Sie ist diejenige, die ihm einen Shitstorm an den Hals hetzt, weil die Geschichte ihrer eigenen erschreckend ähnlich ist.
Sina weiß genau, wie man funktioniert. Für ihre Tochter. Für den Alltag. Für alle anderen. Und sie weiß auch, wie man Ängste bestmöglich versteckt, damit niemand bemerkt, wie verletzlich man ist. Bis ein Bestseller ihre Fassade zum Bröckeln bringt. Denn die Story darin fühlt sich zu sehr nach ihrer eigenen an. Nach der schlimmsten Erfahrung ihres Lebens.
Fabian weiß genau, wie man gute Geschichten schreibt. Für seine Leserschaft. Für Fremde. Und er weiß auch, wie man eine Mauer aus Schuldgefühlen aufbaut, um nicht noch einmal jemanden zu verletzen. Aber diesen Plottwist hat er nicht geplant. Schon gar nicht mit der Person, die ihn eigentlich hasst. Was als Streit beginnt, wird zu etwas, das keiner von beiden will. Doch das vielleicht genau das ist, was sie brauchen. Denn manchmal ist die größte Überraschung nicht die Wahrheit, sondern der Mensch, der sie mit dir gemeinsam aushält.”
Der Prolog hatte mich ehrlich gesagt zunächst etwas abgeschreckt und ich brauchte dadurch noch zwei weitere Kapitel, bis ich richtig in der Geschichte angekommen war. Doch ab Kapitel 3 konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Da ich sowohl Sina als auch Fabian bereits aus zwei anderen Buchreihen der Autorin kannte und beide dort schon sehr ins Herz geschlossen hatte, war ich sofort wieder mit ihnen verbunden. Ich kannte ihre Vergangenheit bereits und hoffte deshalb von Anfang an, dass beide trotz ihres schwierigen Starts einen Weg zueinander finden würden
Besonders die Diskussionen und Wortgefechte zwischen den beiden haben mir unglaublich gut gefallen. Es war schön mitzuerleben, wie sie sich Stück für Stück öffneten, ihre Mauern langsam fallen ließen und sich immer näher kamen.
Auch Sinas Tochter Ruby war mir schon aus der “Poetry-Me-Trilogie” sehr ans Herz gewachsen. Deshalb habe ich mich riesig gefreut, dass sie auch in dieser Geschichte wieder eine so große Rolle spielte. Genauso schön fand ich, dass Sina, die in der vorherigen Buchreihe oft sehr stark wirkte, hier auch ihre verletzliche Seite zeigen durfte.
Besonders gelungen fand ich außerdem, wie die Autorin die Traumata von Sina und Ruby, aber auch Fabians Schuldgefühle, authentisch weitergeführt hat. Es war eben nicht plötzlich mit einer neuen Buchreihe alles wieder gut, sondern die Vergangenheit gehörte weiterhin zu den Charakteren. Genau das machte die Geschichte für mich so glaubwürdig.
Am meisten habe ich mich allerdings darüber gefreut, dass Fabian nun endlich seine eigene Geschichte bekommen hat. Schon in der “Potsdam-Love-Trilogie“ war er mein absoluter Lieblingscharakter und ich habe damals schon gehofft, dass auch er irgendwann sein eigenes Happy End bekommen würde.
Der Schreibstil war diesmal zwar ein kleines bisschen anders als in den bisherigen Büchern der Autorin (zumindest wirkte es so auf mich), was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Ganz im Gegenteil. Ich mochte ihn genauso gerne. Besonders die Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang ist Julie Ayden diesmal hervorragend gelungen.
Nur hätte ich persönlich eine Kleinigkeit anders gelöst. Ich hätte es schöner gefunden, wenn Mila weiterhin Fabians engste Bezugsperson geblieben wäre. Dass mittlerweile Joris diese Rolle übernommen hat, war einfach nicht ganz mein persönlicher Geschmack. Da dies aber eine reine Vorliebe von mir ist und nichts mit der Qualität der Geschichte zu tun hat, fließt dieser Punkt für mich nicht in die Bewertung ein.
Somit vergebe ich diesem Buch volle 5 von 5 Sternen und kann es kaum erwarten, bis im August endlich der zweite und letzte Band dieser Dilogie erscheint. Denn wie man es von Julie Ayden kennt, endet auch dieser Band wieder mit einem gemeinen Cliffhanger.
Mögt ihr es, wenn bekannte Nebencharaktere aus früheren Reihen ihre eigene Geschichte bekommen, oder lernt ihr lieber ganz neue Figuren kennen?
