Ein gefühlvoller Wohlfühlroman, der zeigt, dass hinter den größten Mauern oft die tiefsten Verletzungen verborgen liegen.
[unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar]
Heute möchte ich euch den 4. Band „Zitroneneismomente“ der Buchreihe „Ostseeträume / Ferienhausliebe“ von Sina Junker vorstellen. Eine Buchreihe, die ich sehr gerne lese, da sie tiefgründige Themen anspricht, in denen ich mich selbst oft wiederfinde.
“Emmelie Engelund hat nach der Trennung von ihrem Mann den Glauben an sich selbst und die Liebe verloren. Als sie denkt, alleine und verlassen dazustehen, erhält sie Unterstützung von ihrer Schwester Sara, die sie nach Hou, einen kleinen Ort an der dänischen Ostseeküste, schickt. Dort begegnet Emmelie nicht nur Aprilia, die sie mit ihrer Lebenserfahrung und Herzlichkeit überschüttet, sondern auch Joonas Bjorkstrand. Der schlecht gelaunte Handwerker bringt die junge Dänin immer wieder an ihre Grenzen, dabei möchte sie doch nichts anderes, als einfach zur Ruhe kommen.
So verschieden Joonas und Emmelie auf den ersten Blick scheinen, so viele Gemeinsamkeiten tragen sie in ihren Herzen, denn auch Joonas hat eine schwere Enttäuschung erlitten. Werden zwei gebrochene Herzen heilen können, wenn sie sich erlauben, sich gegenseitig zu sehen? Und lohnt sich das Risiko, einem Menschen den Blick auf sein Inneres zu erlauben, auch wenn das bedeutet, sich verwundbar zu machen?”
Ich hatte zu Beginn leider etwas Startschwierigkeiten mit der Geschichte. Das lag aber weniger am Buch selbst, sondern vielmehr an meiner eigenen psychischen Verfassung. Als es mir wieder etwas besser ging, war ich sofort wieder mitten in der Geschichte und die Seiten flogen nur so dahin.
Der Schreibstil war, wie ich es von Sina Junker kenne, wieder sehr leicht und bildhaft. Erzählt wurde die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Emmelie, wodurch ich ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen konnte.
Besonders schön fand ich das Wiedersehen mit den vielen liebgewonnenen Charakteren aus den vorherigen Bänden. Genau das liebe ich an dieser Buchreihe, denn jedes Mal fühlt es sich ein bisschen wie ein Nachhausekommen an. Gleichzeitig schaffte es die Autorin erneut, neue Figuren so liebevoll auszuarbeiten, dass ich auch die Nebencharaktere schnell in mein Herz geschlossen habe.
Emmelie mochte ich in diesem Band deutlich lieber als zuvor. Es war schön mitzuerleben, wie sie sich weiterentwickelte und langsam wieder Vertrauen fasste. Auch Joonas mochte ich sehr und ich habe die Entwicklung zwischen den beiden gerne verfolgt. Die Geschichte zeigte auf eine sehr einfühlsame Weise, wie heilsam echte Begegnungen sein können und dass sich hinter den Mauern, die wir um uns errichten, oft viel mehr verbirgt, als andere zunächst sehen.
Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus den leichten, sommerlichen Momenten und den tiefgründigen Themen. Dadurch war die Geschichte nicht nur wunderschön zum Abschalten, sondern regte mich auch immer wieder zum Nachdenken an. Gerade die Botschaft, dass wir uns viel zu oft hinter unseren Fassaden verstecken, fand ich sehr gelungen.
Somit vergebe ich diesem Buch wieder sehr gerne 5 von 5 Sternen und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band dieser wundervollen Buchreihe.
Fällt es euch leicht, anderen eure verletzliche Seite zu zeigen, oder schützt ihr euer Herz lieber hinter einer Fassade?
