“Meer Träume mit dir: Nordseeroman” von Maelie Clair

Auf der Suche nach den verlorenen Träumen

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Heute nehme ich euch mit in die Welt von Nele, die auf Grund eines Schicksalsschlages all ihre Träume wiederfinden muss.

Doch bevor ich mit euch meine Lesermeinung teilen kann, möchte ich euch erst einmal den Klappentext zu “Meer Träume mit dir” von Maelie Clair zeigen:

“Nele war sich so sicher, glücklich zu sein – bis ihr geregeltes Leben eines Tages nach einem schrecklichen Schicksalsschlag aus den Fugen gerät. Als ein Glas voll Muscheln sie an all ihre Träume erinnert, macht sich Nele ohne zu zögern allein auf den Weg an die Nordsee, um sich ihre »Meer Träume« zu erfüllen. Doch am Meer wartet bereits die erste Überraschung auf sie in Form des attraktiven Windsurfers Keno, mit dem sie gehörig aneinandergerät. Trotzdem ist da dieses prickelnde Kribbeln in Neles Bauch, wenn sie in seiner Nähe ist. Da die Pension, die Nele gebucht hat, renoviert wird, quartiert Keno sie kurzerhand als Untermieterin in seinem Strandhaus ein. Zwischen rauschenden Wellen und endloser Dünenlandschaft klammert sich Nele verzweifelt an ihre Träume, bis sie lernen muss, dass es manchmal besser ist, manche Träume ziehen zu lassen …”

Die Autorin hat einen leichten und lockeren Schreibstil in der Ich-Perspektive, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Seiten flogen so dahin, sodass ich das Buch erst nach den ersten vier Kapiteln aus der Hand legen konnte. In diesen Kapiteln wusste ich nicht wirklich wohin mit meinen Gefühlen. Ich fühlte förmlich Neles Trauer und ihren Schmerz. Doch leider zog sich das anschließend so extrem in die Länge, dass ich das Buch seitdem sehr oft aus der Hand legen musste, weil ich es einfach nicht mehr hören (lesen) konnte.

Grund dafür war nicht die verständliche Trauer, sondern die Geheimniskrämerei ihres traurigen Erlebnisses und das ständige zusammenfassen der Unternehmungen (Erfüllen der Träume). Somit passierte für mich leider nicht viel. Demzufolge drehte es sich meiner Ansicht nach eigentlich nur um die Trauer, die Vergangenheit und die innere Leere. Man las gefühlt nur Neles Gedankenkarussell. Klar, ein Trauerprozess ist langwierig und da gehören genau diese Gedanken dazu, aber man hätte es nach etlichen Kapiteln doch etwas auflockern können, indem man die Erlebnisse nicht nur kurz benennt, sondern auch den Leser dabei teilhaben lässt, wie zum Beispiel einzelne Ausflüge detailliert beschreibt.

Deshalb atmete ich im Kapitel 10 erleichtert auf. Diese Situation war für mich eine richtige Wohltat. Ich hatte zwar Tränen in den Augen und hielt stellenweise die Luft an, aber diese Szene war sowas von notwendig und hätte meines Erachtens viel eher kommen müssen. Denn manche Handlungen / Erlebnisse fand ich vorneweg einfach unpassend und zu früh und hätten meiner Meinung danach viel besser gepasst, sodass man dann auch viel spezifischer darauf eingehen hätte können, statt sie erst einmal totzuschweigen.

Was mich somit am meisten störte, war das ständige Hin- und Her. Mal ließ Nele extreme Nähe zu (meines erachtens zu früh zu viel) und dann schob sie Keno plötzlich komplett ab, statt mit ihm einfach über ihre innere Zerrissenheit zu sprechen. Zwar sprach sie mit ihrer besten Freundin immer mal darüber, aber diese Telefonate wirkten für mich eher erzwungen, da sonst nie über sie gesprochen wurde und man keinen Bezug zu ihr hatte.

Ich hätte mir gewünscht, dass sich Nele am Meer einfach selbst wieder zurück ins Leben kämpft, mithilfe ihrer Träume und es nicht nur um den Verlust, den sie erleiden musste, inklusive ihrer Träume, geht. Somit fehlte für mich leider der sichtbare Entwicklungsprozess von Nele und die Spannung.

Deshalb gebe ich diesem Buch schweren Herzens 4 von 5 Sternen. Denn dieses Thema und die Grundidee fand ich sehr gut, auch die Gedankengänge einer Trauernden. Nur hätte ich Nele gern auf ihrem Prozess “Ich kämpfe mich zurück ins leben” viel lieber begleitet.

Kennt ihr schon diese Autorin und ihre Bücher?
Dieses Buch ist nämlich etwas anders als ihre bisherigen Bücher. Auch wenn mir persönlich etwas fehlte, kann ich euch dennoch das Buch wärmsten Empfehlen!

“Liebe, Chaos und Kartoffelsalat” von Konstanze Harlan

Wenn auf eine Katastrophe die nächste folgt

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Bevor ich euch heute meine Lesermeinung zu “Liebe, Chaos und Kartoffelsalat” von Konstanze Harlan mitteile, möchte ich euch erst einmal den Klappentext zeigen:

“Als Laura vor drei Jahren nach New York in ein Leben voller Luxus zog, hätte sie nie damit gerechnet, wie schnell dieses enden kann. Aus Rache für die Untreue ihres reichen, amerikanischen Freundes zettelt Laura einen landesweiten Skandal an und muss New York überstürzt verlassen. Der einzig mögliche Zufluchtsort: ihr ehemaliges Heimatdorf in Nordrhein-Westfalen. Sie schlüpft bei ihrer Schwester Susanna unter, ohne Geld, ohne Job, nur mit zwei Koffern voller Designerkleider. Dann taucht auch noch ein Mann auf, der behauptet, der Vater von Susannas Tochter zu sein. Laura muss über sich hinauswachsen, um die Familie ihrer Schwester zu retten. Außerdem ist da der charmante Lukas, ein ehemaliger Mitschüler, der Laura nicht aus dem Kopf gehen will …”

Aber nun zu meiner Lesermeinung, die euch bestimmt mehr interessiert, denn den Klappentext findet ihr schließlich auch woanders.

Am Anfang wusste ich nicht sofort, was ich von dieser Geschichte halten sollte, denn die Hauptprotagonistin Laura war mir von Anfang an sehr unsympathisch – zu oberflächlich, zu egoistisch und zu verwöhnt. Aber durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge, die die Autorin schon ab dem ersten Kapitel aufgebaut hatte, hatte ich gefühlt tausend Fragen im Kopf, die ich einfach nur beantwortet haben wollte.

Somit verschlang ich das Buch wortwörtlich. Dazu kam, dass mir die Familie von Lauras Schwester sehr sympathisch war und ich immer wieder hoffte, dass Laura durch sie etwas herzlicher wurde. Doch schaffte es die Autorin, dass ich zwischenzeitlich nur noch Lukas und Lauras Nichte mochte. Der Rest hatte sich durch Geheimnistuerei ebenfalls unbeliebt gemacht. Nur wurde mir zu dieser Zeit Laura langsam liebenswerter, sodass ich deshalb weiterhin das Buch schwer zur Seite legen konnte. 

Der sehr flüssige und leichte Schreibstil taten ihr übriges, auch wenn mir persönlich die wörtliche Rede sehr oft fehlte. Die Autorin schaffte es, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrechtzuerhalten, was dazu führte, dass die Story dadurch leider zu abrupt endete. Somit muss ich leider sagen, dass mir ein abschließendes Kapitel (oder ein Epilog) gefehlt hat. Was mich aber sehr oft, besonders am Anfang, irritierte und mich auch des öfteren aus dem Lesefluss gebracht hat, waren die fehlenden oder verwirrenden Zeitangaben.

Aber auf Grund der durchgehenden Spannung, des stellenweise humorvollen Schreibstils, gebe ich diesem Buch dennoch 5 von 5 Sterne. Wer gerne humorvolle und doch etwas sehr weit hergeholte Story-Themen mag, ist hier genau richtig.

Lest ihr gerne Liebeskomödien, die manchmal von der Realität etwas sehr weit hergeholt sind? Lasst es mich doch gerne in den Kommentaren wissen. 🙂

“Sieben Tage Ostseeblau” von Evelyn Kühne

Ein wunderschöner Roman zum flüchten aus dem Alltag

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Heute möchte ich mit euch meine Leseeindrücke zu dem Buch “Sieben Tage Ostseeblau” von Evelyn Kühne teilen.

Aber erst einmal zum Klappentext:

Wenn dir nur sieben Tage am Meer bleiben, um zu erkennen, was du wirklich willst …

Verlobung mit ihrem Traummann, Eröffnung der eigenen Kanzlei – es läuft perfekt für Anwältin Julia in Dresden. Doch dann durchkreuzt ein Mandant all ihre Pläne und schickt sie auf die Insel Rügen. Dort trifft Julia auf den undurchsichtigen Holger, der ihr eigentlich nur eine Unterschrift geben soll. Klingt nach einer leichten Aufgabe. Wäre Holger nicht ein unglaublicher Sturkopf, der stattdessen einen Deal vorschlägt – die Unterschrift gibt’s nur gegen Arbeit.

Und so steht Julia auf einmal im Blaumann in einem zauberhaften Reetdachhaus in Groß-Zicker und streicht Wände. Zwischen Ostseerauschen und Malerpinsel kommen sie und Holger sich langsam näher. Denn der anfänglich unsympathische Typ erobert mehr und mehr ihr Herz und alle Pläne geraten plötzlich ins Wanken. Julia bleiben nur sieben Tage, um eine Entscheidung zu treffen ….

Nun aber zu meinen Leseeindrücken. 

Obwohl ich die Erzählperspektive eigentlich nicht mag, hat es die Autorin dennoch geschafft, mich von Anfang an mitzunehmen und mich mit Julia mitfühlen zu lassen. Schon ab der ersten Seite war mir Julia sehr sympathisch und ich habe mich oft selbst in ihr wieder entdeckt. Ich habe mit ihr mitgelitten, wenn ihr Vater wieder einmal Druck auf sie ausgelöst hatte oder ihr zukünftiger Verlobter, sie etwas unterdrückte. Man spürte förmlich, wie sie immer mehr zur Marionette wurde und alles das tat, was von ihr verlangt wurde. Als sie sich notgedrungen sieben Tage an der Ostsee, weit weg von ihrem Vater und ihrem Verlobten, behaupten musste, begann sie ihr Leben neu zu überdenken. Holger war da nicht gerade unschuldig, mit seiner liebevollen und verständnisvollen Art. Und ich mochte ihn deshalb auch von Anfang an.

Die Autorin hat das Wechselbad der Gefühle sehr gut rübergebracht und hat mich immer wieder zweifeln lassen, wie sich Julia am Ende entscheiden wird: Neue Zukunft oder doch wieder ins alte Leben zurückkehren.

Was ich sehr toll fand, auch wenn dadurch der Roman etwas wenig Handlung bekam, war die sehr gute Beschreibung der Umgebung. Ich hatte jedesmal das Gefühl, selbst dort zu sein, das Meer rauschen zu hören, den Sand zwischen meinen Füßen zu spüren und die Natur zu genießen.

Da ich nicht spoilern möchte, fällt es mir schwer, mein Favorit an diesem Buch in Worte zu fassen. Deshalb nur ein Satz: Toll, dass das Buch nicht das Standardende bekommen hat.

Somit möchte ich dem Buch 5 von 5 Sternen geben und wer urlaubsreif ist und aus seinem Alltag einmal fliehen möchte, der kann dies sehr gut mit diesem Buch tun.

Kennst du schon das Buch und wie fandest du es? Ich bin wirklich gespannt 🙂